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Meinungen Ulrich Metschies zum Glasfaserausbau
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22:37 01.06.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Wer das nicht glauben kann, weil sein Anbieter in Sachen Hochgeschwindigkeitsinternet doch eine gute Performance hinlegt, der denkt zu sehr an die Gegenwart.

Gemessen an den heutigen Anforderungen von Otto-Normal-User ist die Breitbandvesorgung in Kiel okay. Doch schon in wenigen Jahren könnte die Kieler Datenautobahn verstopfen: Immer neue Online-Anwendungen für Haushalte und Firmen und der Gigabite-Hunger der Streaming-Gesellschaft lassen den Datenverkehr explodieren.

Statt den Glasfaserausbau voranzutreiben, setzen die großen Player wie Telekom und Vodafon darauf, an Bandbreite alles herauszukitzeln, was das gute alte Kupferkabel hergibt. Betriebswirtschaftlich ist das verständlich. Doch mit ihrem Kurs setzen die Telekommunikationsriesen die Standortqualität Kiels und anderer Städte aufs Spiel.

Da der Staat hier finanziell nicht helfen darf und der Markt versagt, muss schnell ein Plan entstehen, mit dem der Glasfaserausbau dort vorangetrieben wird, wo es heute noch zu flutschen scheint im Datenverkehr. Dazu braucht es Geld. Vor allem jedoch sind Allianzen nötig, bei denen nicht Profitinteressen im Vordergrund stehen, sondern die Zukunft der Daseinsvorsorge.

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Respekt vor Polizisten? Den haben jugendliche Intensivtäter längst verloren. Doch nicht nur die Erziehung durch die Eltern hat versagt.

Silke Rönnau 01.06.2018

Da steckt die Stadt ja ganz schön in der Klemme: Einerseits muss sie die zu viel an Pädiko gezahlten fünf Millionen Euro (Steuergeld) irgendwie zurückholen. Andererseits will sie den Kita-Träger mit fast 800 Betreuungsplätzen in Kiel mit zu hohen Forderungen auch nicht in den Ruin treiben.

Jürgen Küppers 01.06.2018

Organspende – nur wenige Themen, über die eine Gesellschaft sich verständigen muss, sind ethisch komplexer, rechtlich heikler und emotional anstrengender. Wer seine Spendenbereitschaft ergründen will, muss sich mit dem eigenen Tod befassen.

Ulrich Metschies 31.05.2018
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