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Meinungen Ulrich Metschies zum Zollfreilager
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10:00 09.07.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Eine Stadt, die ihren Bürgern nicht genug bezahlbare Wohnungen bietet, die dringend Gewerbeflächen braucht, um Jobs zu schaffen, soll den Dagobert Ducks dieser Welt einen Lagerplatz für ihre Schätze bieten? Nicht nur um die Chagalls, Maseratis und edlen Weine sicher zu lagern, sondern auch, um beim Handel Einfuhrzölle und Umsatzsteuer zu sparen? Das geht ja wohl gar nicht!

Doch es gibt gute Gründe, den Vorstoß des CDU-Wirtschaftsrates nicht gleich in die Tonne zu treten, sondern ihn ohne ideologische Scheuklappen zu prüfen. Denn der Markt für alternative, vor allem kulturelle Sachwerte als Kapitalanlage boomt. Nicht nur Milliardäre brauchen Lagerplatz für ihre Schätze – auch Museen und institutionelle Anleger kommen als Kunden in Frage. Kunden, die auch Wert auf viele Dienstleistungen legen, die Banken nicht bieten, wie eine reibungslose Logistik, die Begutachtung von Kunstwerken oder die Wartung edler Oldtimer.

Und die Moral? Die wäre gewahrt, wenn die Rahmenbedingungen für das Projekt stimmen und kriminelle Geschäfte unterbunden werden. Das bedeutet eine 100-Prozent-Kontrolle durch die Behörden. Zudem muss links und rechts des Lagers ein Nutzen erkennbar sein. Wenn Wertschöpfung in der Region entsteht und die schönsten Schätze auch in Ausstellungen gezeigt werden – warum nicht?

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E-Bikes sind vielfach überflüssig, in mancherlei Hinsicht sogar schädlich. Wer von körperlicher Gebrechlichkeit einigermaßen weit entfernt ist, sollte sich so viel wie möglich aus eigener Kraft bewegen.

Ulrich Metschies 06.07.2018

Klaus Buß gehörte ohne Frage zur Reihe jener Innenminister, die sich sehr gern vor allem als Polizeiminister sahen – und das ohne Wenn und Aber.

Bodo Stade 06.07.2018

Mit einem Wort: ernüchternd. Anders lässt sich nicht beschreiben, welche Perspektiven es gibt, um dem zunehmenden Lärm auf den Straßen in Eckernförde zu begegnen.

Tilmann Post 06.07.2018