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Meinungen Ulrich Metschies zur Warnung des IfW
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zur Warnung des IfW
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08:51 29.02.2016
Von Ulrich Metschies

Doch dass die hartnäckig starke Bargeldnutzung in Deutschland manchem (geld-)politischen Funktionsträger nicht passt, das liegt auf der Hand.

Während unsere Nachbarn vielfach bereits bargeldlos unterwegs sind und in Schweden Verkäufer von Straßenmagazinen mit Kartenlesegeräten ausgerüstet werden, prägt bei uns noch immer der Schein das Bewusstsein. Obwohl sich Plastikgeld durchgesetzt hat und das Bezahlen per Smartphone vor dem Durchbruch steht, wird im Einzelhandel nach wie vor mehr als die Hälfte aller Transaktionen in bar abgewickelt.

Man kann darüber streiten, ob Einschnitte bei Barzahlungen Kriminellen das Leben schwerer machen. Doch der Verdacht liegt nahe, dass dieses Argument vorgeschoben ist, um der Europäischen Zentralbank mehr Luft zu verschaffen in dem Bemühen, mit ihrer ultralockeren Geldpolitik die Zinsen unter die Nulllinie zu drücken – auf dass die Konjunktur- und Staatsschuldenprobleme der Euro-Zone sich in Luft auflösen. Solange wir frei sind, bar zu zahlen, können wir Negativzinsen leicht ausweichen. Jeder Versuch, Bares im Finanzsystem einzusperren, ist brandgefährlich, denn er untergräbt das Vertrauen in unsere Währung.

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Joseph Haydn? „Wie miserabel sind wir gegen sowas!“, titelt das Programmbuch des SHMF mit den imposanten Worten „unserer“ norddeutschen Komponistengröße Johannes Brahms. Haydn, der erfindungsreiche Wiener Klassiker, Ende des 18. Jahrhunderts herausfordernder Lehrmeister für Mozart und Beethoven, bietet ein enorm weites Spektrum, reizt Genießer und Anspruchshörer gleichermaßen.

Dr. Christian Strehk 26.02.2016

Ach, wie einfach war es noch vor ein paar Monaten. Mit vollem Herzen haben viele Menschen nicht nur hier in Kiel „Ihr seid willkommen“ gesagt zu den Tausenden Flüchtlingen, die Schutz suchen in unserem Land. Sie investieren Zeit und hören zu, sie helfen bei Behördengängen und bringen den Menschen die deutsche Sprache bei. Sie sind willkommen hier – ein gutes Gefühl.

Susanne Färber 26.02.2016

Die „gute Stube“ nennt Kiels Bürgermeister Peter Todeskino den Rathausplatz. Zu recht: Leider aber verirren sich außerhalb der Kieler Woche, der Flohmärkte und Open-Air-Aufführungen der Oper nur wenige Besucher in die gute Stube.

Martina Drexler 26.02.2016
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