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Meinungen Uta Wilke zur Synode
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21:49 27.09.2015
Von Uta Wilke

Denn hinter diesem Satz steht ein großes Versprechen: Die Politik kann auch dann auf die Kirche zählen, wenn die Stimmung gegenüber Flüchtlingen schlechter werden und/oder den vielen ehrenamtlichen Helfern die Puste ausgehen sollte.

Wer, wenn nicht die uralte Institution Kirche, könnte ein solches Versprechen einlösen? Sich um Menschen in Not zu kümmern, ohne nach ihrer „Nützlichkeit“ zu fragen, und Barmherzigkeit walten zu lassen, gehört zu ihren Kernaufgaben. Und: Sie hat den Apparat, die Ressourcen und die Logistik, um der Herausforderung gerecht zu werden.

Kein Wunder, dass die Synodalen auf ihrer Tagung Selbstbewusstsein ausstrahlten. Sie sehen in der schwierigen Situation auch ihre Chance. Die Nordkirche, die unter zunehmender religiöser Gleichgültigkeit zu leiden hat, die durch demografischen Wandel und Mitgliederschwund gebeutelt ist, könnte zu neuer Stärke und neuem gesellschaftlichen Ansehen gelangen. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Kirchengemeinden zum Ort der Integration zu machen. Das hat eine ganz aktuelle Bedeutung. Nach der Erstaufnahme steht mit der Unterbringung der Flüchtlinge in den Kreisen ein neuer Kraftakt bevor.

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