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Meinungen Tamo Schwarz zur Handball-Reform
Mehr Meinungen Tamo Schwarz zur Handball-Reform
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11:52 17.09.2015
Von Tamo Schwarz

Im Fußball gibt’s das nicht: Wenn Holland in der EM-Qualifikation rausfliegt, fliegt es raus! Und die Zulassung für die Champions League basiert auf einer transparenten, schlüssigen Fünf-Jahres-Wertung der UEFA. Jeder weiß: Der Dritte der Bundesliga ist direkt für die Gruppenphase qualifiziert, während der kasachische Meister in der zweiten Qualifikationsrunde antreten muss, und so weiter.

Im Handball gibt’s das nicht: Hier hat der europäische Verband EHF eine Zwei- bis Drei-Klassen-Gesellschaft gegründet. Die Top-Klubs aus den Top-Ligen – darunter der deutsche Meister THW Kiel – bleiben schön unter sich. Mitspielen darf höchstens, wer das nötige Geld mitbringt oder von der EHF mit einer Wild Card trotz sportlich fehlender Qualifikation dazu aufgefordert wird. Das garantiert volle Hallen. Der Rest des Kontinents darf sich als „zweite Wahl“ fühlen. Das Final Four in Köln? Für diese Klubs fast unerreichbar. Hallengröße, Social-Media-Präsenz, TV-Verträge, VIP-Räume – im Handball gelten andere Regeln. Nur welche sie mit welcher Gewichtung wie anwendet, das sagt die EHF nicht. Das ist dann Willkür. Das kostet dann weitere Glaubwürdigkeit – in der Sportart Handball.

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So langsam ist jedem klar: Die Fluchtbewegung nach Europa stellt uns vor Herausforderungen, die die Mehrheit von uns noch nie erlebt hat. 15.000, 20.000, am Jahresende wahrscheinlich 35.000 – allein eine menschenwürdige Unterbringung wird von Tag zu Tag schwieriger zu organisieren.

Heike Stüben 17.09.2015

„Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“ An Artikel 14 des Grundgesetzes kommen auch die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein nicht vorbei. Ihnen gehören 85 Prozent der HSH Nordbank AG, einem Unternehmen, von dem sich seine Eigentümer satte Dividenden versprachen, das seit nunmehr sieben Jahren jedoch nichts als Probleme macht.

Ulrich Metschies 17.09.2015

Deutschland muss arbeitssuchenden EU-Bürgern keine Hartz-IV-Leistungen zahlen. Aus der deutschen Gesetzeslage ergibt sich das schon seit 2007. Der Europäische Gerichtshof hat jetzt entschieden, dass dieses deutsche Gesetz nicht gegen EU-Recht verstößt.

KN-online (Kieler Nachrichten) 16.09.2015