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Meinungen Kristian Blasel zum Hotel-Boom in Kiel
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10:00 01.12.2018
Von Kristian Blasel
Kristian Blasel ist Chef der Kiel-Lokalredaktion der Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Schon jetzt ist abzusehen, dass einige kleinere Hotels nicht überleben werden, wenn die mehr als 2000 zusätzlichen Betten, die geplant sind, tatsächlich stehen. Nicht in jedem Fall wäre das bedauerlich.

Viele lokale Anbieter haben glücklicherweise bereits reagiert – und rechtzeitig mit Modernisierungen und Erweiterungen begonnen. Sie können der neuen Konkurrenz zumindest mit berechtigtem Selbstbewusstsein entgegentreten. Jammern hilft ohnehin nicht. Schließlich geht es um die Entscheidung privater Investoren, die auf den Standort Kiel setzen. Die Politik kann das nicht verhindern.

Trotzdem ist es richtig, auf die Gefahren des Booms hinzuweisen. Kiel ist unstrittig vor allem im Sommer wunderschön. Auch garantiert die positive Entwicklung in der Kreuzfahrtbranche Wachstumsraten im Tourismus. Hier gibt es aber weder eine Elbphilharmonie, ein Klima-Haus oder ein Science-Center, die ganzjährig verlässlich Touristen anlocken – was Voraussetzung dafür wäre, dass eine ausgebaute Hotelszene auf Dauer bestehen bleibt. Und an diesem Punkt ist dann doch die Politik gefragt: Ein renovierter Konzertsaal und neue Kongresskapazitäten sind wichtige Bausteine, damit die Optimisten am Ende recht bekommen.

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