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Kristian Blasel zum neuen Kieler Stadtteil

Kommentar Kristian Blasel zum neuen Kieler Stadtteil

Es ist eine Nachricht, die in den Debatten über die Entwicklung des ehemaligen MFG-5-Geländes und mögliche Neubauprojekte in Suchsdorf-West gerne untergeht: Das derzeit größte Siedlungsvorhaben der Landeshauptstadt betrifft den Kieler Süden.

Dort entsteht ein komplett neuer Stadtteil mit neuer Schule sowie mehreren Kitas und Einkaufsmöglichkeiten für etwa 4000 Menschen. Das ist vielen Menschen östlich und westlich der Förde bislang gar nicht bewusst.

Dabei geht es nicht nur um ein beschauliches Idyll für Besserverdienende. Mehr als die Hälfte der neuen Wohneinheiten ist als Geschossbau geplant. Dieser angestrebte Mix ist es, den Kiel dringend nötig hat, um einen Hauch von Entspannung auf dem Wohnungsmarkt erreichen zu können. Was gewaltig klingt, ist für die wachsende Stadt an der Förde zwar noch lange nicht genug. Aber das Projekt im Kieler Süden ist weit mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Mit der Entscheidung für das Konzept des Büros RHA Reicher Haase ist nun klar, wo es hingehen soll. Geschmack und Wünsche sind bekanntlich verschieden. Die Stadt kann aber für sich reklamieren, im Vorfeld die Bevölkerung so eng wie möglich in die Diskussion eingebunden zu haben. So trumpft der siegreiche Entwurf unter anderem mit einer echten Ortsmitte auf, die vielfach gewünscht worden war – und deren genauer Standort noch variabel ist. Jetzt müsste nur noch der Ausbau der A 21 ein bisschen Tempo aufnehmen – dann kann Kiel mit einer Infrastruktur im Süden glänzen, die die Strahlkraft der Stadt weiter erhöht.

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Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

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1600 neue Wohneinheiten
Foto: Wachstumschancen im Kieler Süden: Auch auf dem sogenannten Erdbeerfeld – Bauabschnitt Mitte – am Bustorfer Weg werden Häuser entstehen.

Im Kieler Süden werden rund 1600 weitere Wohneinheiten entstehen. Das Konzept für die neue Siedlung liefert ein Dortmunder Büro, das sich damit gegen drei weitere Bewerber durchsetzte. Eine Jury kürte den Siegerentwurf am Mittwoch einstimmig nach langen Beratungen im Rathaus.

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