Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Meinungen Kristiane Backheuer zur häuslichen Gewalt
Mehr Meinungen Kristiane Backheuer zur häuslichen Gewalt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:15 23.11.2015
Von Kristiane Backheuer

Immerhin gibt es ein breites Beratungsnetz im Land, das den betroffenen Frauen Hilfe anbietet. Die Beraterinnen machen eine tolle Arbeit, hören zu, stärken das Selbstbewusstsein, zeigen Lösungswege auf. Die meisten Helferinnen beklagen aber, dass das Thema in unserer Gesellschaft nach wie vor tabu ist. Es herrsche eine Kultur des Schweigens und des Wegsehens.

In Amerika hat schon vor Jahren ein Wandel eingesetzt. Da berichten Schauspielerinnen vor laufender Kamera von dem erlebten sexuellen Missbrauch, da outen sich Politikerinnen, dass sie jahrelang vom eigenen Ehemann geschlagen wurde.

Eine Aktion wie die Brötchentüten-Kampagne „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ ist wichtig. Sie bringt ein schwieriges Thema in das Einkaufszentrum, an die Bäckertheke, an den Frühstückstisch. Eine solche Aktion – auch wenn sie schon seit zwölf Jahren läuft – kann aber nur der Anfang sein. Wir müssen mutiger sein! Kreativer! Solidarischer! Und da können gerne auch Männer unterstützend helfen.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Landesregierung steckt in der Zwickmühle. Zur Bewältigung der Flüchtlingskrise wird mehr und mehr Polizei benötigt. Es sind Beamte, die an anderer Stelle fehlen. Was im Bereich der Prävention vielleicht noch zu verschmerzen ist, hat im Fall der Begleitung von Schwerlasttransporten massive Folgen – und zwar für die Wirtschaft.

Bastian Modrow 23.11.2015

Rund 18 Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein liegen Welten zwischen SPD und CDU. Die größte Regierungspartei hat am Wochenende wichtige Weichen gestellt. Sie geht öffentlich geschlossen mit Ministerpräsident Torsten Albig ins Rennen.

Ulf B. Christen 22.11.2015

Was ist bloß aus dem hyggeligen Dänemark geworden? Das einst weltoffene und liberale Königreich lässt sich immer neue Maßnahmen einfallen, um Flüchtlinge abzuschrecken. Der harte Kurs ist auf den ersten Blick unverständlich, zumal unser Nachbarland in diesem Jahr bisher nur knapp 14 000 Flüchtlinge einquartiert hat. Zum Vergleich: Schleswig-Holstein, das nur halb so viele Einwohner wie Dänemark zählt, hat bislang rund 40 000 Menschen aufgenommen.

Ulf B. Christen 21.11.2015
Anzeige