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Meinungen Gerd Müller zur Abstimmung über das Feiertagsgesetz
Mehr Meinungen Gerd Müller zur Abstimmung über das Feiertagsgesetz
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07:30 18.01.2016
Von Gerhard Müller

Wenn schon ein Abgeordneter wie der eher nicht als Revoluzzer verdächtige FDP-Mann Ekkehard Klug für eine Lockerung des Feiertagsgesetzes plädiert, da immer weniger Menschen Mitglied einer Kirche seien, sollten in den Gotteshäusern die Alarmglocken läuten.

 Auf den ersten Blick geht es scheinbar nur um die Frage, ob an Karfreitag, Totensonntag oder Volkstrauertag mehr öffentliche Fröhlichkeit als bislang erlaubt sein sollte. Freier Tanz für freie Bürger. Und natürlich lässt sich trefflich darüber diskutieren, ob die Kirchen, deren Bedeutung in der Bevölkerung – positiv formuliert – schon mal größer war, den Menschen in diesem Land weiterhin vorschreiben sollten, dass an diesen stillen Feiertagen nicht nach Lust und Laune auf lustig gemacht werden darf. Man kann es aber auch anders sehen, etwa wie Pastor Matthias Wünsche, der während seiner vortrefflichen Weihnachtspredigt in der Kieler Nikolaikirche davon sprach, stets besser groß zu denken, denn kleiner werde es ohnehin. Groß denken bedeutet, jene Werte zu bedenken, mit denen Deutschland Bürgern anderer Religionen unsere Grundlagen eines friedlichen Miteinanders vermitteln will.

 Nun geht es im Kieler Landtag wahrlich nicht um die Abschaffung des Abendlandes, aber an die Wurzeln unseres Stammbaumes würden die Politiker mit ihrer Gesetzesänderung schon deutlich gehen. Sie befänden sich allerdings in prominenter Gesellschaft. Diverse katholische Priester sägten ebenfalls intensiv an den Ästen, auf denen sie thronen. Die umfangreiche Skandal-Chronik sorgte dafür, dass im Tebartz-van-Elst-Jahr 2014 die Rekordzahl von 2618 Katholiken in Schleswig-Holstein ihren Austritt vollzogen. Der Mitgliederstand in der evangelischen Kirche erreichte gleichzeitig den historischen Tiefstand von 1,392 Millionen. Immerhin, die Besucherzahlen von evangelischen Gottesdiensten liegen im Norden seit 2012 sonntags konstant bei durchschnittlich 63000.

 Seltsam bleibt: Einerseits fallen immer mehr Menschen vom Glauben ab, andererseits wird gerne engagiert diskutiert, wenn es um Gott und die Welt und die Kirche geht. Eine Institution, die nicht nur Seelsorge betreibt, sondern sich in vielfältiger Weise um gesellschaftliche Strukturen kümmert: im sozialen und kulturellen Bereich, in der Flüchtlingshilfe oder – wer weiß das schon – als Träger der KZ-Gedenkstätte Ladelund. Und obwohl viele Deutsche überzeugt sind, der Kategorische Imperativ von Immanuel Kant oder unser Grundgesetz seien dem Zusammenleben dienlicher als die Zehn Gebote – es lässt sich erkennen, dass das alles ein Thema ist, das weiterhin berührt.

 Gott sei Dank.

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Wenn am Sonnabend in Berlin ökologisch und konventionell wirtschaftende Landwirte Seite an Seite mit Verbraucherschützern, Kirchenvertretern und Politikern für eine neue Agrarpolitik unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt“ demonstrieren, zeigt sich erneut die ganze Wucht der Akzeptanzmisere, in der die Branche seit Jahren steckt.

Jan von Schmidt-Phiseldeck 16.01.2016

Wie tief kann der Preis für Öl noch fallen? Das wissen wohl selbst Experten derzeit nicht. Im Sommer, als die Preise zu purzeln begannen, hieß es noch von vielen Fachleuten, der Preis für WTI (ebenso wie das Nordsee-Öl Brent eine Standardsorte, die als internationaler Maßstab gilt) werde ganz sicher nicht unter die Marke von 35 Dollar je Barrel (159 Liter) fallen.

Jörn Genoux 15.01.2016

In normalen Zeiten hätte die Umstrukturierung der Polizei in der Landeshauptstadt eine unaufgeregte Sache werden können. Denn der Kieler Polizeichef hat ja grundsätzlich Recht: Manche Stationen werden von den Bürgern kaum genutzt.

Kristian Blasel 15.01.2016
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