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Martina Drexler zu den E-bussen

Kommentar Martina Drexler zu den E-bussen

Kiel hat sich sowohl Klimaschutz als auch das Ziel, Modellregion für Elektromobilität zu werden, auf die Fahnen geschrieben. Dass auch der öffentliche Personennahverkehr dabei eine Vorreiterrolle spielen soll, liegt auf der Hand.

So kommt der Vorstoß von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, wie sich die städtische Kieler Verkehrsgesellschaft Schritt für Schritt von Diesel-Bussen verabschieden soll, nicht überraschend. Schließlich sind in etlichen Städten Deutschlands bereits saubere Elektro-Busse im Einsatz.

 Das Tempo, das die Stadt vorlegen will, um den Umstieg zu schaffen, könnte zu einer schweren Hypothek werden. Denn während andere Städte die deutlich teureren Elektrobusse erst einmal testen, sieht der Plan Kiels bereits mit der Fahrzeug-Anschaffung den großen Wurf vor. Dabei ist die ungeklärte Finanzierung der geschätzten 43,3 Millionen Euro Kosten nur eine der wichtigen, offenen Fragen, die das Konzept aufwirft. Wie soll etwa die Kieler Verkehrsgesellschaft, die bereits jetzt viel Arbeit und Geld in die Modernisierung ihres Betriebshofs steckt, in nur wenigen Jahren die dafür notwendige Infrastruktur aufbauen? Kämpfer legt der Ratsversammlung erst einmal nur ein Strategie-Papier mit Vorschlägen vor. Nun ist die Kommunalpolitik am Zug.

 Die Klage der Deutschen Umwelthilfe und die Debatte um ein Fahrverbot setzen den Oberbürgermeister unter Druck. Kämpfer will ganz offensichtlich mit seinen weitreichenden Plänen Handlungsfähigkeit demonstrieren.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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