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Martina Drexler zum Streit um den Kieler Flughafen

Kommentar Martina Drexler zum Streit um den Kieler Flughafen

Und wieder einmal der Kieler Flughafen: 13 Seiten lang beschreiben die Stadt Kiel und Wirtschaftsvertreter, warum sie an eine wirtschaftliche Zukunft der umstrittenen Landebahn in Holtenau glauben. Die Argumente, die sie für einen Weiterbetrieb ins Feld führen, sind gerade mit Blick auf das zu knappe Angebot an Gewerbeflächen in Kiel überzeugend.

Doch mögliche Höhenflüge sind nur unter der Voraussetzung möglich, dass bereits ansässige Betriebe ebenso wie potenzielle Investoren endlich Planungssicherheit erhalten. Die jahrelangen, politischen Turbulenzen müssen aufhören.

Seit 2006 die letzte Linie eingestellt wurde, gab es Streit. Und das, obwohl ein ungewöhnlich breites Bündnis inner- wie außerhalb des Rathauses für die Entwicklung zum Gewerbepark mit Landebahn eintritt und der Zuschussbedarf kontinuierlich sinkt. Durch die schwierige Gemengelage in der rot-grünen Kooperation geriet der Flughafen immer wieder auf den Prüfstand samt Ausstiegsszenario. Mit der Folge, dass sich kein Unternehmen neu ansiedelte. Ein Ende der Luftanbindung wäre eins für immer, das Altlasten-Risiko unüberschaubar, die Schließungskosten erheblich ebenso wie der Imageschaden für Kiel. „Wohnen für viele statt Fliegen für wenige“ heißt das Motto von Flughafengegnern, um Unterschriften für ein Bürgerbegehren zu erreichen. Mittlerweile ist es schon so weit, dass man sich ein Bürgervotum wünscht. Danach bestünde endlich Klarheit.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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