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Martina Drexler zur Runderneuerung der Uni Kiel

Kommentar Martina Drexler zur Runderneuerung der Uni Kiel

5600 Studienanfänger stürmten vergangene Woche an die Kieler Universität. Ein Beleg dafür, wie sehr sie als Studienort mit jetzt mehr als 26000 Nachwuchs-Akademikern an Attraktivität gewonnen hat. Wären da nicht der Platzmangel, die Vorlesungen in zugigen Hörsälen und Arbeiten in veralteten Räumen.

Erst vor wenigen Jahren erkannte die damalige Küstenkoalition, dass an Millionenspritzen für eine Rundumerneuerung der unterfinanzierten Hochschule kein Weg mehr vorbeiführt – zumindest dann, wenn man sich im ressourcenarmen Land wie Schleswig-Holstein national wie international als Forschungs- und Hochschulstandort behaupten will.

Die Universität erhielt die dringend nötige Planungssicherheit durch Finanzierungszusagen. Daran will sich auch zum Glück die neue Landesregierung ohne Abstriche halten. Dass jeder Cent in den Hochschulbau eine Investition in die Zukunft des Landes ist, bestätigte Wissenschaftsministerin Karin Prien als „überparteiliches Verständnis“.

Erst die Rahmenvereinbarung zu den Angerbauten, jetzt die Grundsteinlegung für den Neubau der Rechtswissenschaften – die CAU kommt in Aufbruchstimmung. Mit ihrer wissenschaftlichen Exzellenz liegt sie gut im Rennen im Wettbewerb um eine weitere millionenschwere Exzellenz-Förderung. Spitzenforschung und hervorragende Lehre brauchen in der Tat ein hochwertiges Umfeld. Die Weichen dafür sind richtig gestellt. Schade ist nur, dass viele Jahre ins Land gehen, bis sich der Sanierungsstau auflöst.

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Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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