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Merle Schaack zum Programmieren an Schulen

Kommentar Merle Schaack zum Programmieren an Schulen

Müssen Schüler das Programmieren lernen oder nicht? Diese Frage darf sich im Jahr 2017 nicht mehr stellen. Programmieren gehört auf den Stundenplan, und zwar schon in der Grundschule. Gern auch mit Unterstützung der Wirtschaft. Das Ziel lautet nicht, Schleswig-Holstein von heute auf morgen zum neuen Silicon Valley zu machen.

Nein, es geht um einen ersten Schritt. Darum, dass Kinder nicht in einer Welt aufwachsen, in der sie mit technischen Neuerungen nicht mehr Schritt halten können. Wenn Kleinkinder heute schon nicht mehr wissen, was sie mit der Sprechmuschel eines herkömmlichen Spielzeugtelefons anfangen sollen und lieber versuchen, über die Tasten zu wischen, zeigt das: Sie verstehen Smartphones und Computer bereits intuitiv. Umso wichtiger ist es, dass sie als Schüler auch früh lernen, was in den Computern, Tablets und Konsolen steckt, die ihren Alltag prägen.

Wer mit Technik fremdelt, tut das meist, weil sie zu unverständlich und komplex erscheint. Berührungsängste gar nicht erst aufkommen lassen, das muss die Devise sein. Damit Kinder und Lehrer schnell Fortschritte machen, braucht es klare didaktische Vorgaben, verständliche Materialien und leicht zu bedienende Geräte.

Es ist falsch, Modelle nur zu verdammen, weil sie von großen Wirtschaftsunternehmen gesponsert werden. Im Gegenteil: Als Starthilfe für die digitale Bildung bieten sie eine wertvolle Chance – und mit Blick auf die Kosten für Prozessoren, Computer, Schulungen und Lehrmaterial wohl auch die einzige.

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