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Meinungen Niklas Schomburg zur KSV Holstein
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23:00 23.12.2018
Von Niklas Schomburg
Niklas Schomburg kommentiert den Sieg der Störche gegen den HSV. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die KSV Holstein hat sich und ihren Fans am Tag vor Heiligabend das schönste Weihnachtsgeschenk bereitet. Der 3:1-Erfolg gegen den Hamburger SV war kein einfacher Sieg: Der große Nordrivale wirkte – wie schon im Hinspiel – streckenweise überfordert angesichts grandios aufspielender Kieler.

Das letzte Spiel 2018 war ein Sinnbild der ersten Kieler Saisonhälfte. Wenn die Störche ihre PS auf den Rasen bringen, bekommen alle Gegner große Probleme – sei es der absolute Aufstiegsaspirant HSV oder Bundesligist SC Freiburg in der zweiten Pokalrunde. Die spielerische Klasse der Holsteiner Jungs ist hoch, die Mentalität überragend. Auch das schnelle Hamburger Anschlusstor in Halbzeit zwei brachte die Kieler nicht aus dem Konzept. Stattdessen: Gegenschlag, 3:1, Heimsieg.

Doch gerade das Gegentor zeigte auch, dass es im Storchennest hier und da noch etwas hakt. Leistet sich die KSV Unachtsamkeiten und ist nicht konsequent genug, macht sie sich das Leben selbst schwer. So geschehen etwa in Fürth oder kürzlich gegen Arminia Bielefeld. Holstein fehlt noch die letzte Konstanz, um eine echte Top-Mannschaft zu sein, ein paar wenige Prozente.

Das ist Jammern auf hohem Niveau. Platz fünf und vier Punkte Rückstand auf Platz drei zum Jahreswechsel sind viel mehr, als die meisten Fans und Experten der KSV nach dem Aderlass des Sommers zugetraut haben. Nicht auszudenken, wie hoch die Störche fliegen, wenn sie noch stabiler werden. Auf 2019 darf man sich als Holstein-Fan freuen.

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