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Meinungen Niklas Wieczorek zum Jugendschutz
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07:00 14.06.2018
Von Niklas Wieczorek
Polizeireporter der Kieler Nachrichten Niklas Wieczorek. Quelle: Ulf Dahl (Archiv)
Kiel

Nein, ein Auge zuzudrücken ist sicher immer die falsche Entscheidung. Vielmehr gilt: Hingucken! Zum Beispiel ins Gesetz: Im Jugendschutzgesetz gibt es eine sehr klare Maßgabe, wo Maß zu halten ist. Unter 18 Jahren ist harter Alkohol verboten. Das ist auch gut so, um den völligen Absturz und sogenanntes Komasaufen zu unterbinden. Ansonsten ist das Gesetz eher liberal. Bier und Wein sind ab 16 Jahren sogar in der Öffentlichkeit erlaubt. Auch, wann Jugendliche zu Hause sein müssen, regelt der Text nicht.

Dennoch kann er ein Auftrag sein, nämlich an Eltern und andere Erwachsene. Gerade weil das Gesetz nicht vorgibt, wie viel Bier erlaubt ist, sollte Jugendlichen die von ihm ausgehende Gefahr vermittelt werden. Und gerade weil harter Alkohol noch gefährlicher ist, sollten Erwachsene ihn, wenn überhaupt, in Maßen trinken. Wer mit seinen Kindern spricht und hinguckt, was sie einpacken und trinken wollen, und wer einschreitet, wenn das nicht erlaubt ist, der handelt richtig. Anders machen es die Profis der Jugendschutzstreife auch nicht. Wer Vorbild ist und maßvoll trinkt, handelt richtig, um Heranwachsenden ein Gespür zu vermitteln. Das sollte das Ziel sein, solange Alkohol zur Gesellschaft gehört – auch auf der Kieler Woche.

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