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Meinungen Niklas Wieczorek zu Tempo 30
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07:00 24.07.2017
Von Niklas Wieczorek

Und bevor jetzt gleich die Schnellfahrer unter uns wieder auf 180 sind: Die Möglichkeit, weiterhin 50 km/h zu fahren, sollte laut dem Vorschlag gegeben bleiben, nur die Beweislast sich umkehren. Wenn die Verkehrsbehörde darlegen kann, dass die Straße sicher und für schnellen Durchgangsverkehr wichtig ist, kann 50 bestehen bleiben. Wäre das was? Theoretisch vielleicht, aber nicht in Deutschland, dem Land der Automobile.

Wo auf Autobahnen noch immer keine generelle Begrenzung herrscht und ein dicker, schneller Wagen als Statussymbol gilt, haben es die Befürworter von Mäßigung im Verkehr schwer. Wenn Eltern ihre Kinder in Hybrid-SUVs zur Schule fahren, ist ihnen dort Tempo 30 willkommen – aber auf dem Weg zum Einkaufen dann wieder nicht.

Dabei wäre Tempo 30 auf den meisten Straßen innerorts ein echter Fortschritt, weil es den hierzulande traditionell als Kampfzone geltenden Verkehr befrieden würde. Seien wir ehrlich: Egal ob 30 oder 50, die meisten fahren ohnehin schneller als erlaubt. So könnten mehr Tempo-30-Strecken auch in den Köpfen der Menschen etwas bremsen. Der beste Weg zu weniger Lärm, mehr Sicherheit und natürlich auch einer besseren Umwelt ist schlicht der, das Autofahren gleich bestmöglich zu reduzieren.

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