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Niklas Wieczorek zum Klima

Kommentar Niklas Wieczorek zum Klima

Als Donald Trump kurz vor Silvester twitterte, dass die „gute alte Erderwärmung“ der kältegeplagten US-Ostküste gut tun würde, war das Gelächter groß: Kennt der amerikanische Präsident den Unterschied zwischen Wetter und Klima etwa nicht?

Wetter kurzfristig, Klima langfristig – lassen sich die Wandlungen unserer Atmosphäre knapp kategorisieren. So ist auch das massive Regenjahr 2017, das es in Schleswig-Holstein immerhin auf den Bronzerang im Wettbewerb Niederschläge seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 gebracht hat, noch kein untrügliches Zeichen für den Klimawandel.

 Wohl aber sollten wir uns Gedanken machen, warum die Plätze eins bis drei allesamt innerhalb der vergangenen 20 Jahre zu finden sind: Die Extreme werden extremer, beschreiben Klimaforscher angesichts der Erderwärmung – und dazu gehört auch, dass sich Phänomene wie Starkregen und Stürme häufen.

 Aufgrund seines wassernahen und naturverbundenen Charakters muss sich Schleswig-Holstein darauf besonders einstellen: Das beginnt beim Küstenschutz vor dem steigenden Meeresspiegel, setzt sich beim Hochwasserschutz an der Elbe in Lauenburg fort und betrifft Hilfsmaßnahmen für Land- und Forstwirte im Binnenland, die durch die Wetterkapriolen extreme Folgen zu beklagen haben. Hier kann die Politik vorbereiten und unterstützen, wie Landesumweltminister Robert Habeck US-Präsident Donald Trump sicher erklären kann. Gegen den Klimawandel können dann beide und wir alle etwas tun.

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Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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