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Meinungen Ralf Abratis zur Lage in der THW-Führung
Mehr Meinungen Ralf Abratis zur Lage in der THW-Führung
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07:47 20.08.2013

Vor allem der Zeitpunkt der Freistellung gibt zu denken. Sieben Monate Zusammenarbeit sind zu wenig Zeit, als dass ein Geschäftsführer der Arbeit seinen Stempel hätte aufdrücken können. Sieben Monate sind aber zu viel Zeit, als dass Unternehmen und Angestellter nicht schneller hätten feststellen können, dass es nicht passt. Die Trennung unmittelbar vor dem Ligastart statt zu einem logischen Zeitpunkt wie dem Saisonende schürt die Vermutung, dass es sich hier nicht nur um ein schwelendes Missverständnis handelt.

Adam, der über Jahre beim Bergischen HC erfolgreiche Arbeit geleistet hat, mag nicht der Richtige für Kiel gewesen sein. Der Verschleiß an Führungspersonal seit der Trennung von Uwe Schwenker vor vier Jahren zeigt aber auch, dass die Kräfte hinter den Kulissen des THW – sei es aus verletzter Eitelkeit oder zu großem Geltungsbedürfnis – nicht in eine Richtung arbeiten. Der Ruf der Fans nach Schwenker wird dennoch unerhört bleiben, weil der Ex-Manager gerade in Rostock aktiv wird. Es ist auch nicht zu erwarten, dass er für mehr Eintracht im Verein sorgen könnte. Die Mannschaft selbst sollte sich von dem Gerangel unbeeindruckt zeigen. Der Kurs für den Neuaufbau wurde unabhängig von Adam eingeschlagen.

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