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Meinungen Ruth Bender zu den Nordischen Filmtage
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20:49 04.11.2018
Von Ruth Bender
Ruth Bender kommentiert die Nordischen Filmtage 2018. Quelle: Ulf Dahl
Lübeck

Ein zusätzlicher Tag, eine neue Auszeichnung und eine – noch geschätzte – Steigerung der Zuschauerzahlen bei den 60. Nordischen Filmtagen Lübeck von 33.000 auf 36.000 Besucher: Das spricht für einen geglückten Probelauf. Zwölf Jahre nach der Verlängerung von vier auf fünf Tage fanden die Festivalleiter Linde Fröhlich und Florian Vollmers zum Jubiläum die Zeit reif für eine erneute Erweiterung des Filmfestes. Die vergangenen Tage haben bewiesen, dass das Potenzial dafür da ist.

In 199 Filmen öffneten die Filmtage vom Spielfilmwettbewerb bis zum Dokumentarfilm, vom Stummfilm-Event bis zum 360-Grad-Kinoerlebnis den Blick gen Skandinavien und ins Baltikum. Sie thematisierten in der Retrospektive den Transitraum Ostsee – und damit das, was das Festival seit seinen Anfängen befeuert: den Kulturraum um das Binnenmeer im Norden. Dass der kleine Fulldome-Iglu ständig volles Haus hatte, mag da weniger verwundern, als dass auch die Hommage an Ingmar Bergman anlässlich dessen 100. Geburtstags großteils ausverkauft war. Für die Kraft des Festivals spricht beides. Ebenso wie der vielfältig zwischen Historie und Gegenwart pendelnde Spielfilmwettbewerb.

Mehr Vorstellungen bei einer kaum erhöhten Anzahl Filme, das sorgte einmal für eine wohltuende Entzerrung am Kinoeingang. „Die Hoffnungen haben sich erfüllt“, sagen auch die Festivalmacher. Ausgabe 61 kann also kommen: sechs Festivaltage, an denen der Kinoblick nach Norden geht.

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