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Meinungen Stefan Koch zum Papstbesuch und den UN
Mehr Meinungen Stefan Koch zum Papstbesuch und den UN
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21:14 25.09.2015

Washingtons Politikbetrieb, der zumeist allergisch auf Vorgaben aus New York reagiert, kommt angesichts des Trubels um den Gast aus Rom kaum zu Wort. Die Leugner des Klimawandels und die Gegner einer Einwanderungsreform dringen mit ihrer Kritik am Papst kaum durch. Sie sehen sich plötzlich einer lautstarken Öffentlichkeit gegenüber, die wie selbstverständlich für einen stärkeren Ausgleich in der Gesellschaft demonstriert.

Dieser Schwung dürfte auch das Treffen der Staats- und Regierungschefs am UN-Sitz beflügeln. Trotz aller übermächtig erscheinenden Probleme gelten die neuen ehrgeizigen Ziele als erreichbar. Eine besondere Rolle kommt dabei auch der Kanzlerin zu: Ihr Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik wird weltweit als starkes Signal verstanden. Schon oft gab es auf UN-Ebene Zielvorgaben, die feierlich beschlossen und schnell vergessen wurden. Doch bei der Agenda 2030 überrascht die Zahl der Staaten, die sich freiwillig zu einem Umdenken verpflichten. Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung der Frauen: Die Maßstäbe, an denen sich alle Staaten messen lassen müssen, werden endlich neu definiert.

Von Stefan Koch

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Gerade in den Schulen ist Qualität wichtiger als Quantität. Das gilt auch für den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung. Die Kritik des Landesbehindertenbeauftragten Ulrich Hase an der Inklusionsquote ist deshalb mehr als berechtigt.

Ulf B. Christen 25.09.2015

Direktvermarktung auf der Grünen Wiese und ein riesiges neues Einkaufszentrum in der Innenstadt: Neumünster hat die Weichen für die kommenden Jahrzehnte im Handel gestellt. Großkonzerne mit schmucken Güterzügen rauschten nicht einfach durch die Eisenbahnerstadt, sie machen mit geballter Marken- und Marktmacht dauerhaft Station in der Mitte des Landes. Da dürfte der Zug, um im Bild zu bleiben, für den inhabergeführten, kleinteiligen Einzelhandel in weiten Teilen der Region leider abgefahren sein.

Sven Detlefsen 24.09.2015

Gegensätzlicher könnte das Engagement kaum sein. Randvoll beladene Kriegsschiffe aus Moskau durchqueren in diesen Tagen den Bosporus in Richtung Syrien, russische Kampfjets stehen bereits zu Dutzenden auf dem Rollfeld in der Hafenstadt Latakia. Währenddessen schicken die USA gerade den zweiten Trupp ihrer frisch trainierten syrischen Rebellen über die Grenze: 75 Freiwillige in Jeeps mit leichten Waffen.

24.09.2015
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