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Meinungen Thomas Pfeiffer zu Beckenbauer
Mehr Meinungen Thomas Pfeiffer zu Beckenbauer
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07:00 22.10.2015
Von Thomas Pfeiffer

Eine Lebensleistung, die seinen Nimbus als Lichtgestalt für immer zu zementieren schien. Die Betonung muss jetzt auf „schien“ liegen. Die Ermittlungen um das unfassbare Ausmaß der Korruption im Weltfußballverband, das nun scheibchenweise bekannt wird, dürften in naher Zukunft die kriminelle Energie diverser Mitglieder der ehrenwerten Fifa-Gesellschaft offenlegen. Das Verfahren der Ethikkommission legt den Verdacht nahe, dass auch der Kaiser in Sachen WM-Vergaben an Russland (2018) und Katar (2022) Leichen im Keller hat. Vom deutschen Sommermärchen 2006 ganz zu schweigen, in dieser Causa steht die Wahrheitsfindung erst am Anfang.

Bis zur Vorlage von Beweisen und/oder glaubwürdigen Zeugenaussagen gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Dennoch ist die dem gesunden Menschenverstand geschuldete Frage legitim, warum ausgerechnet der mega-erfolgreiche Strippenzieher aus München innerhalb der mafiösen Fifa-Strukturen die personifizierte Unschuld sein soll. Von der Lichtgestalt-Metapher könnte nach einem Fegefeuer nur noch ein Häuflein Asche übrig bleiben. Franz Beckenbauer hat sehr viel zu verlieren.

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Abschiebungen sind ein Graus. Immer. Für die Betroffenen, wenn sie nachts von der Polizei aus den Betten geholt werden, um in eine Heimat verfrachtet zu werden, aus der sie in der Regel aus gutem Grund geflohen waren. Aber auch für die Politik. Und für die Polizisten, die abgelehnten Asylbewerbern, die oft schon neue Kontakte geknüpft haben, in Nacht-und-Nebel-Aktionen ihre Hoffnung zerstören müssen: die Hoffnung auf eine neue, bessere Heimat.

22.10.2015

Bauern, die kniehoch in Milchseen stehen, Trecker-Sternfahrten, Aufkleberaktionen: Vielen Landwirten in Schleswig-Holstein steht das Wasser bis zum Hals. Mit ihren zum Teil drastischen Protestaktionen wollen sie dem Handel, aber auch dem Verbraucher zeigen: Wenn die Preise für ihre Produkte im Keller bleiben, stehen gerade viele kleinere Betriebe vor dem Aus.

Jan von Schmidt-Phiseldeck 22.10.2015

Innere Sicherheit gehört zum politischen Kerngeschäft der CDU, fast wie ein Mantra stets mit der Forderung nach mehr Polizisten verbunden. Auch das aktuelle Strategiepapier der Nord-Union kommt nicht ohne diese Zielvorgabe aus. Dennoch wäre es seitens der politischen Gegner voreilig, dem CDU-Landesvorsitzenden Ingbert Liebing Populismus oder Lobbypolitik vorzuwerfen.

Bastian Modrow 21.10.2015
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