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Meinungen Tilmann Post zur Sprengung in der Ostsee
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07:25 25.09.2018
Von Tilmann Post
Tilmann Post ist Lokalredakteur für die Eckernförde Ausgabe der Kieler Nachrichten. Quelle: Christoph Rohde
Eckernförde

Nach dem Aufschrei von Naturschutzverbänden wandte sich der Kreistag von Rendsburg-Eckernförde mit einer Resolution an das Bundesverteidigungsministerium, und nun kündigen die Bürgermeister von Kappeln und Dörphof an, vor Gericht zu ziehen.

Dabei finden doch ständig Explosionen in dem militärischen Sperrgebiet vor der Küste Schwansens statt. Minen, Torpedos und Wasserbomben aus dem Zweiten Weltkrieg werden dort unschädlich gemacht. Auch am alten Zerstörer „Lütjens“ und am ausgemusterten U-Boot „U25“ wurde bereits mit Sprengstoff experimentiert. Da kann es nur eine Erklärung geben: Das Maß ist voll, die „Karlsruhe“ ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Darüber muss sich die Bundeswehr auch nicht wundern, denn noch nie zuvor wurde so intensiv für den Schutz der Meerestiere geworben wie jetzt.

Unter dem großen Aufwand jahrelanger Verhandlungen hat es der ehemalige Umweltminister Robert Habeck etwa geschafft, dass so gut wie alle Fischer an der Ostküste ihre Stellnetze mit akustischen Signalgebern ausstatten, um Schweinswale vor diesen tödlichen Fallen fernzuhalten. Dass vor der Küste Schwansens gleichzeitig Unterwasser-Explosionen herbeigeführt werden dürfen, deren Druckwellen den Tieren möglicherweise schwere Schäden zufügen, ist für viele eben genauso wenig nachvollziehbar.

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