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Meinungen Udo Harms zu Berlin und Moskau
Mehr Meinungen Udo Harms zu Berlin und Moskau
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07:00 23.10.2015

Die Kritik des Westens an der völkerrechtswidrigen Politik des Kreml in der Ost-Ukraine ist nach wie vor berechtigt. Auch Putins Egotrip in Syrien könnte mehr Probleme mit sich bringen, als jetzt schon wegen der Luftangriffe auf gemäßigt-islamische Rebellen absehbar ist. Andererseits hat sich der Westen mit der rasanten Osterweiterung der Nato auch nicht mit Ruhm bekleckert. Vom Irak-Krieg ganz zu schweigen.

Das Mantra deutscher Diplomatie lautet: den Dialog nie vollständig abreißen lassen, immer gesprächsbereit sein. Deshalb ist der „Petersburger Dialog“ so wichtig: Die Bundesregierung will die meistens guten Drähte zwischen Berlin und Moskau für eine Annäherung nutzen. Die Einigung im Atomstreit mit dem Iran hat gezeigt, was man vereint mit Russland bewegen kann. Auch die Syrien-Krise wird ohne Putin kaum zu beenden sein. Allerdings haben sich die Zeiten geändert. Das Treffen ist keine Kuschelrunde deutsch-russischer Freunde mehr. Diesmal sind auch Nichtregierungsorganisationen dabei. Die Diskussionen dürften härter sein. Das ist gut, denn einfach zur Tagesordnung überzugehen wäre das falsche Signal gen Moskau. Dialog darf auch heißen, Tacheles zu reden.

Von Udo Harms

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Kriminalität gehört leider zur Normalität einer Gesellschaft. Stellen Sie 100 zufällig ausgewählte Deutsche in Kiel auf den Exer, und Sie werden auch Straftäter dabei haben. Glaubt jemand ernsthaft, das wäre unter 100 Flüchtlingen anders?

Michael Kluth 23.10.2015

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Schleswig-Holstein, dieses sanfte Land zwischen den Meeren, gehört zu den schönsten der ganzen Welt. Aber anderswo lässt sich auch prima Urlaub machen. Im Tourismus ist die Konkurrenz knallhart, und dass es um viel Geld und eine Menge Arbeitsplätze geht, belegen die jüngsten Zahlen auf eindrucksvolle Weise.

Christian Hiersemenzel 22.10.2015

Wer nichts zu verlieren hat, kann gelassen Fehler zugeben. Wer viel zu verlieren hat, kämpft verzweifelt um seinen Status. Franz Beckenbauer hat viel zu verlieren, sehr viel. Der 70-Jährige ist der einzige Mensch auf dem Planeten, der als Spieler und Trainer Fußball-Weltmeister wurde und eine WM ins eigene Land geholt hat.

Thomas Pfeiffer 22.10.2015
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