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Meinungen Ulf B. Christen zum Aufklärungsplan für Grundschulen
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zum Aufklärungsplan für Grundschulen
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07:51 20.01.2015

Die erste Schatzversion schießt allerdings weit über das Ziel hinaus. In dem Lehrmaterial wird der Eindruck erweckt, als sei eine wie auch immer geartete Regenbogenfamilie die Regel. Das ist sie nicht. Ein Blick in Grundschulen zeigt, dass die übergroße Mehrheit der Kinder eine Mutter und einen Vater haben, die entweder zusammen wohnen, alleinstehend sind oder aber getrennt mit oder ohne Nachwuchs in einer neuen Patchworkfamilie leben.

Noch schlimmer als die Umkehr von Mehr- und Minderheit ist die unverhohlene Werbung für eine Regenbogenlösung. Dieser Ansatz dürfte viele Grundschüler nachhaltig verunsichern, und er diskriminiert heterosexuelle Beziehungen. Sozialministerin Kristin Alheit wäre gut beraten, sich die überarbeitete Vorlage genau anzusehen und noch besser sie von Fachleuten im Schulministerium prüfen zu lassen. Die Ministerin sollte zudem bei einem Nachfolgeprojekt die Notbremse ziehen. Erwogen wird allen Ernstes ein Regenbogen-Methodenschatz für Kitas. Das kann nicht gut gehen.

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