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Meinungen Ulf B. Christen zum Rechtspopulismus in Dänemark
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zum Rechtspopulismus in Dänemark
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07:52 21.11.2015
Von Ulf B. Christen

Auf den zweiten Blick wird deutlich, warum im Königreich ein derart kalter Wind weht. Bei den Folketingwahlen in diesem Jahr ist die rechtspopulistische Dansk Folkeparti mit mehr als 20 Prozent zur zweitstärksten Kraft aufgestiegen. Die Hardliner tolerieren die liberal-konservative Minderheitsregierung und drücken ihr in der Flüchtlingspolitik den Stempel auf. Armes Dänemark.

Die Anti-Flüchtlingspolitik könnte Folgen haben. In diesen Wochen laufen die Buchungen für die Sommerhäuser an. Und an Jütlands Westküste drücken sich die Norddeutschen bisher die Klinke in die Hand.

Der Rechtsruck unserer Nachbarn sollte allerdings kein Grund sein, sich auf die eigenen Schultern zu klopfen. Auch Deutschland schließt langsam die Schotten. Auch hierzulande sind Rechtspopulisten auf dem Vormarsch. Auch bei uns ist der Sommer des Willkommens einem kühlen Herbst gewichen. Und wenn die Flüchtlingswelle nicht abebbt, droht uns ein dänischer Winter.

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Wer einen großen Geburtstag feiert, kann sich über viele Geschenke freuen. Die 350 Jahre alte Kieler Christian-Albrechts-Universität hat in ihrem Jubiläumsjahr allen Grund zum Jubeln. Selten wurde sie mit so viel Geld überschüttet.

Martina Drexler 20.11.2015

Fahr nicht, Junge. Der halbwüchsige Sohn will heute Abend zum HSV. Wie immer. Wie zu jedem Heimspiel. Klar, sagt der gesellschaftspolitisch interessierte Erwachsene. Jetzt erst recht! Lass Dir den Alltag nicht nehmen, die Gemeinschaft, das Anfeuern, die Freude, den Ärger. Die Freiheit. Gönn’ dem Terror nicht den Triumph der Angst.

Michael Kluth 19.11.2015

Als die Zahl 2005 erstmals richtig publik wurde, löste sie in der Stadt tiefe Bestürzung aus: Ein Drittel der unter 15-Jährigen war auf Sozialgeld angewiesen und galt damit als arm. Zehn Jahre später hat sich die dramatische Zahl kaum geändert, trotz des ebenso lange agierenden Netzwerkes gegen Kinderarmut, trotz aller Anstrengungen von Stadt und Land. Damit lastet ein nachtschwarzer Schatten auf der Landeshauptstadt.

Jürgen Küppers 19.11.2015
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