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Meinungen Ulf B. Christen zur Deutschen Bahn
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21:49 24.09.2018
Von Ulf B. Christen
Ulf Billmayer-Christen ist Landeshauskorrespondent bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Der Marktanteil des ÖPNV ist trotz der Landesoffensive auf aktuell äußerst magere 7,1 Prozent gesunken. Immer mehr Menschen steigen also um – allerdings nicht wie erhofft vom Individualverkehr in den ÖPNV, sondern im Gegenteil aus Bahn und Bussen insbesondere ins Auto.

Dieser Trend ist angesichts des Klimawandels katastrophal, angesichts des realen ÖPNV in Schleswig-Holstein aber leider verständlich. Die Bahn, genauer die DB Regio, lässt seit Monaten kaum eine Gelegenheit aus, um Kunden nachhaltig abzuschrecken. Auf einigen Strecken, auch zwischen Kiel und Hamburg, ist der Fahrplan oft Makulatur. Auf anderen Routen, etwa im Lübeck-Netz, fährt in Randzeiten kein Zug mehr. Die Bahn setzte mangels Lokführern Busse ein. Das ist Absurdistan.

Verkehrsminister Bernd Buchholz hat es mit teils fragwürdigen Mitteln immerhin geschafft, sich bei der Spitze des Bahnkonzerns Gehör zu verschaffen. Das macht Hoffnung. Das Grundübel kann aber nur der Bund beseitigen. Die GroKo muss der Bahn finanziell unter die Arme greifen, den Verantwortungsdschungel in dem Konzern lichten und die Staatsbahn dezentralisieren. Ein solcher Masterplan könnte dazu beitragen, dass die Bahn nicht weiter aufs Abstellgleis fährt und eine echte Alternative zum Auto wird.

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