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Meinungen Ulf B. Christen zur Feiertagsregelung
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22:40 20.01.2016
Von Ulf B. Christen

Das Parlament hat den Feiertagsschutz damit der vielerorts gängigen Praxis angepasst. Dieser Schulterschluss mit der Realität war überfällig, und er wurde mit Augenmaß vollzogen. Die Kernzeiten der Feiertage bleiben still, und zwar aus Rücksicht auf viele Menschen, die still der Gestorbenen oder der Kreuzigung Jesu Christi gedenken wollen.

Der moderate Feiertags-Kompromiss und vor allem die nur aufgrund eines Patts gescheiterte Radikallösung zeigen zugleich, dass die christliche Prägung des norddeutschen Alltags weiter schwindet. Das verwundert nicht. Die Säkularisierung macht insbesondere der evangelischen Kirche zu schaffen. Sie verliert Jahr für Jahr Mitglieder und damit an gesellschaftlicher Bedeutung.

Hardcore-Kirchenkritiker würden den Feiertagsschutz am liebsten ganz schleifen. Das ist konsequent, wirft aber die Frage auf, warum an einem Karfreitag die Arbeit weiter ruhen soll. Dasselbe gilt für Weihnachts- und Ostertage. Aus dem Abschied von christlichen Werten folgt zwangsläufig die Abschaffung der christlichen Feiertage.

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