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Ulf B. Christen zur besseren Bezahlung für Grundschullehrer

Kommentar Ulf B. Christen zur besseren Bezahlung für Grundschullehrer

Für Schleswig-Holstein ist es ein historischer Tag. Nach Jahrzehnten des Streits um eine bessere Bezahlung von Grundschullehrern hat die Jamaika-Regierung die A13-Flagge aufgezogen. Diese Entscheidung ist nicht nur inhaltlich richtig, sie ist auch schulpolitisch geboten.

Länder wie Berlin, Brandenburg, Sachsen und NRW wollen Lehrkräften an Grundschulen mehr zahlen oder tun es bereits. Schleswig-Holstein muss mitziehen, um im Wettstreit um die heiß begehrten Pädagogen konkurrenzfähig zu bleiben.

Mit der Einführung von A13 vermeidet die Regierung zudem eine Schlappe vor Gericht. An den Grundschulen unterrichten inzwischen die ersten Junglehrer, die wie ihre Kollegen etwa an Gymnasien fünf Jahre lang studiert haben. Die schlechtere Bezahlung ist auch deshalb juristisch kaum zu halten, weil Grundschulpädagogen in ihren heterogenen Inklusivklassen mindestens ebenso gefordert sind wie viele Gymnasiallehrer.

Erreichen will Jamaika das A13-Ziel allerdings erst in acht Jahren. Das ist sehr spät, aber angesichts der Kosten von jährlich mehr als 30 Millionen Euro verständlich. Schleswig-Holstein ist durch die Schuldenbremse schließlich zu einer sparsamen Haushaltsführung verpflichtet. Unter dem Strich bleibt nur ein Kritikpunkt. Die Regierung hätte den Großteil ihrer Pläne auch nach der Kommunalwahl präsentieren können. Das ist angesichts des geschichtsträchtigen Beschlusses aber nur ein kleiner Schönheitsfehler.

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Ulf B. Christen
Landeshaus-Korrespondent

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Regierungsbeschluss
Foto: Grundschullehrer sollen in Schleswig-Holstein ab 2020 mehr Geld bekommen.

Die Grundschullehrer in Schleswig-Holstein sollen ab 2020 besser bezahlt werden. Das kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag an. Der vom Kabinett beschlossene Stufenplan sieht vor, dass die 7000 Lehrkräfte bis 2026 schrittweise A13 und damit rund 400 Euro im Monat mehr erhalten.

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