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Meinungen Ulf B. Christen zur besseren Bezahlung für Grundschullehrer
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zur besseren Bezahlung für Grundschullehrer
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20:53 17.04.2018
Von Ulf B. Christen

Länder wie Berlin, Brandenburg, Sachsen und NRW wollen Lehrkräften an Grundschulen mehr zahlen oder tun es bereits. Schleswig-Holstein muss mitziehen, um im Wettstreit um die heiß begehrten Pädagogen konkurrenzfähig zu bleiben.

Mit der Einführung von A13 vermeidet die Regierung zudem eine Schlappe vor Gericht. An den Grundschulen unterrichten inzwischen die ersten Junglehrer, die wie ihre Kollegen etwa an Gymnasien fünf Jahre lang studiert haben. Die schlechtere Bezahlung ist auch deshalb juristisch kaum zu halten, weil Grundschulpädagogen in ihren heterogenen Inklusivklassen mindestens ebenso gefordert sind wie viele Gymnasiallehrer.

Erreichen will Jamaika das A13-Ziel allerdings erst in acht Jahren. Das ist sehr spät, aber angesichts der Kosten von jährlich mehr als 30 Millionen Euro verständlich. Schleswig-Holstein ist durch die Schuldenbremse schließlich zu einer sparsamen Haushaltsführung verpflichtet. Unter dem Strich bleibt nur ein Kritikpunkt. Die Regierung hätte den Großteil ihrer Pläne auch nach der Kommunalwahl präsentieren können. Das ist angesichts des geschichtsträchtigen Beschlusses aber nur ein kleiner Schönheitsfehler.

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