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Meinungen Ulrich Metschies zu Felbermayr
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20:18 10.09.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Wirtschaftsredakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Der Berliner Burda wollte nicht an die Förde, weil er zu viel Verwaltungskram fürchtete. Wie Sauerbier musste die Kieler Universität das Amt des IfW-Präsidenten anbieten. Bis endlich, im März 2004, der Amerikaner Dennis Snower den Spitzenjob in der deutschen Wirtschaftsforschung übernahm.

Diesmal klappt der Wechsel an der Spitze deutlich besser. Mit der Zusage Gabriel Felbermayrs kann das Berufungsverfahren so zeitig abgeschlossen werden, dass der künftige Präsident einen sensiblen Vorgang begleiten kann: die Bewertung des IfW durch Experten der Leibniz-Forschungsgemeinschaft. Von der hängt ab, ob das Institut auch in den kommenden Jahren mit Millionen an öffentlichen Geldern gefördert wird.

Felbermayr übernimmt die Leitung des IfW in turbulenten Zeiten. Um ausufernde Personalkosten in den Griff zu bekommen, muss sich das Institut einen schmerzhaften Sparkurs auferlegen. Diesen auf den Weg zu bringen, ist die letzte große Aufgabe Snowers. Der hat fraglos viel geleistet und das Institut organisatorisch und inhaltlich durchmodernisiert – doch ein wohl geordnetes Haus sieht anders aus. Offen spricht sein Nachfolger von „Fehlplanungen“, die es zu korrigieren gelte. Das könnten stürmische Zeiten werden im Haus an der Förde.

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In der öffentlichen Debatte ist der Arbeitsschutz bisher allenfalls ein Randthema. Das ist bedauerlich. Viele Berufskrankheiten und so mancher Arbeitsunfall ließen sich durch eine bessere Aufklärung verhindern.

Ulf B. Christen 10.09.2018

Auch wenn Schleswig-Holstein bisher von Anschlägen und Amokläufen verschont blieb: Die Gefahr von Terror und Gewalt ist gewachsen. Nicht nur in Kabul, Paris und Berlin, sondern auch bei uns. Das trifft vor allem die Landespolizei.

Karen Schwenke 08.09.2018

Die Zins-Versicherungen des Landes wirken auf den ersten Blick wie eine wilde Zockerei mit Steuergeldern. Steigen die Zinsen, spart Schleswig-Holstein Millionen. Bleiben die Zinsen im Keller, muss das Land kräftig draufzahlen.

Ulf B. Christen 07.09.2018
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