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Meinungen Ulrich Metschies zur Toshiba-Ansiedlung
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10:00 09.02.2019
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Wirtschaftsredakteur der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Dass der japanische Toshiba-Konzern an der Förde den europäischen Prototypen einer Speicher-Hybrid-Lokomotive entwickelt und gebaut hat, war schon ein Riesenerfolg. Doch wenn diese innovative Lok hier in wenigen Monaten in Serie gefertigt wird, dann katapultiert das den Bahntechnik-Standort in eine neue Dimension. Auf einen Schlag würde die Zahl der Beschäftigten der Branche in Kiel um fast ein Drittel steigen – vorausgesetzt, die Japaner finden die Fachleute, die sie für ihr ehrgeiziges Projekt benötigen.

Dass die Montage der Loks zumindest teilweise in Rostock erfolgen wird, ist ein standortpolitischer Kompromiss, der nicht nur aus lokalpatriotischer Sicht schmerzt, sondern für den es rein sachlich kaum eine Rechtfertigung gibt. Mit ihren 100 Jahren Erfahrung im Bahnfahrzeugbau, einem engmaschigen Netz an Branchenunternehmen plus leistungsstarker Hochschullandschaft ist die Kiel-Region eine echte Größe in der deutschen Bahntechnik. Hier Lok-Komponenten zu produzieren, um sie dann zur Montage nach Rostock zu chauffieren – was soll das für einen Sinn machen?

Aber blicken wir lieber auf die Chancen, die Toshiba für Kiel bedeutet. Die sind riesig. Digitalisierung und alternative Antriebssysteme lauten die Megatrends, die über viele Jahre Wachstum versprechen.

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Es war nur eine Frage der Zeit: Der Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst erreicht kommende Woche den Norden. Warnstreiks in Schleswig-Holstein.

Bodo Stade 08.02.2019

Eines wurde im Rat deutlich: CDU, SSW und FDP wollen in Sachen Kino Druck machen. Wenn es nicht auf dem Bahnhofsareal entstehen kann, dann auf dem Skaterpark. Hauptsache, es geht voran.

Christoph Rohde 08.02.2019

Ach herrje, schon wieder Theodor-Heuss-Ring. Es gibt aber auch immer etwas Neues zu berichten von Schleswig-Holsteins berühmtestem Straßenstück.

Michael Kluth 08.02.2019