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Meinungen Ulrich Metschies zu Unwetter-Schäden
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09:00 22.09.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies ist Wirtschaftsredakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Da ist es gut, versichert zu sein. Dumm nur, dass die übliche Gebäudeversicherung Sturmschäden zwar abdeckt, das zunehmende Risiko durch Starkregen aber nur dann übernimmt, wenn ergänzend Elementarschutz vereinbart wurde. Doch den hat noch nicht einmal jeder vierte Eigenheimbesitzer im Norden abgeschlossen. Auch Verbraucherschützer, die bekanntlich der Assekuranz nicht in Liebe verbunden sind, raten dazu, diese Lücke zu schließen.

Und dann wird schon alles gut? Keineswegs. Erstens entlässt keine Versicherung Kunden aus der Verantwortung, alles Vertretbare zu unternehmen, um das Risiko zu begrenzen. Wem der Keller vollläuft, weil die Rückstauklappe nicht ordnungsgemäß gewartet wurde, der hat ganz schlechte Karten.

Zweitens ist Versicherungsschutz gegen die wachsende Gefahr extremer Wetterlagen nicht gerade eine zukunftsweisende Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels. Schön, wenn ich als Hauseigentümer nicht auf den Kosten eines Schadens sitzenbleibe, doch damit sind die finanziellen Folgen nicht aus der Welt. Es ist in Ordnung, das Risikomanagement zu optimieren. Wenn jedoch ein reiches Land wie unseres trotz nahender Klimakatastrophe auch noch einen riesigen Wald dem Braunkohletagebau opfert, dann kann man das nur so nennen: pervers.

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