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Meinungen Ulrich Metschies zu den Gewerbegebieten
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07:00 07.12.2017
Von Ulrich Metschies

Der Umzug nach Flintbek tut aus Kieler Sicht erst mal richtig weh. Mit etwas mehr Abstand und weniger Emotionalität betrachtet, kann man dem Verlust jedoch auch Gutes abgewinnen. Erstens: Löwe zieht nach Flintbek – nicht nach Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern. Zweitens: Die Begleitung der Expansionspläne durch die Stadt und ihre Wirtschaftsförderungsgesellschaft verlief engagiert und erhält auch vom Unternehmen viel Lob – selbst wenn man sich am Ende nicht einig wurde. Und drittens: Der Verlust von Löwe macht deutlich, dass kommunales Kirchturmdenken bei der Ausweisung von Gewerbeflächen keine Zukunft hat, weil es die Region um Wachstumschancen bringt. Unternehmen orientieren sich nun einmal nicht an Verwaltungsgrenzen, sondern an Standortbedingungen. Hier die Großstadt mit ihrer starken Infrastruktur, dort die Umlandgemeinde mit reichlich und vor allem günstigem Platz: Da bringt es nichts, gegeneinander zu arbeiten. Da muss man die Stärken bündeln. Und dies funktioniert auch, wie die interkommunalen Gewerbegebiete Melsdorf und Altenholz zeigen. Doch bei der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Umland gibt es noch reichlich Luft nach oben: besser, den Gewerbesteuer-Kuchen teilen, als gar nichts abzubekommen.

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