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Meinungen Ulrich Metschies zu den Ölförderplänen von RWE Dea
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zu den Ölförderplänen von RWE Dea
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07:29 06.08.2013

Dass Politik und Naturschützer von den Förderplänen wenig begeistert sind, ist verständlich. Denn auch wenn RWE versichert, die Auswirkungen von Bohrungen, Pipelinebau und Öltransport per Kesselwagen auf Anwohner und Umwelt so gering wie möglich zu halten: In einer Region, in der der Reiz einer schönen und intakten Natur zu den wichtigsten Standortfaktoren gehört, hat Ölförderung einfach nichts zu suchen. Nun könnte man sagen, dass mit diesem Argument RWE auch niemals die Genehmigung hätte erhalten dürfen, mitten im sensiblen Wattenmeer Öl zu fördern. Das stimmt, doch ein Blick auf die Größenordnungen zeigt, dass ein Vergleich schwierig ist: Die Mittelplate liefert mit einer jährlichen Fördermenge von 1,38 Millionen Tonnen mehr als die Hälfte der gesamten Ölförderung in Deutschland. Verglichen damit und mit einem gesamten Ölverbrauch in Deutschland von mehr als 100 Millionen Tonnen im Jahr ist die für die Altfelder Schwedeneck-See, Preetz und Plön-Ost erwartete Förderung nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Natürlich: Der klammen Landeskasse würden Förderzinseinnahmen in Millionenhöhe gut tun. Das aber darf kein Grund sein, unseren Planeten auszuquetschen wie eine Zitrone.

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