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Meinungen Ulrich Metschies zu den Schifffahrtsmärkten
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zu den Schifffahrtsmärkten
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10:00 06.09.2017
Von Ulrich Metschies
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Und diesmal? Bei aller Vorsicht: Selten in dieser Krise waren die Chancen für eine Erholung so günstig wie im Spätsommer 2017: Das Transportvolumen für Massengut- und Containerschiffe zieht an – sowohl auf der so wichtigen Asien-Europa-Route wie auch im Transpazifik-Verkehr. Verschrottungen laufen weiter auf Hochtouren, die Zahl von Neubestellungen sinkt. Die Folge: Drückende Überkapazitäten schmelzen langsam ab, immer weniger Schiffe sind arbeitslos, und behutsam lassen Charterraten und Preise für gebrauchte Schiffe ihre historischen Tiefstände hinter sich.

Sicher: Nicht alle Marktsegmente profitieren von der Entwicklung, Tanker etwa stecken weiter in der Flaute fest. Dennoch ist Hoffnung berechtigt. Hoffnung, dass immer mehr Schiffe nicht nur ihre Betriebskosten einfahren, sondern auch die Zinsen für ihre Kredite. Damit wird die von der HSH finanzierte Flotte nicht über Nacht zum wertvollen Schatz. Doch ein Markt, der sich in diese Richtung bewegt, verbessert die Chance, den Schaden des Desasters für die Länder zu begrenzen. Kein Grund zum Jubeln – doch allemal besser als eine Flaute ohne Ende.

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Drei Schulleiter gründen einen Verein, um öffentlich etwas sagen zu dürfen, was sie als Landesbeamte so nicht dürften: Das allein wirft schon ein bezeichnendes Zwielicht auf ein hierarchisches, oft genug hermetisch abgeriegeltes Schulsystem, das Kritik offenbar nur schwer ertragen kann.

Jürgen Küppers 06.09.2017

Das Weltcup-Finale 2018 wird nicht in der Kieler Woche stattfinden – obwohl Kiel den Zuschlag erhielt. Das hat keine positive Außenwirkung für die „Sailing City“, vor allem weil nicht sportliche oder infrastrukturelle Aspekte dagegen sprechen, sondern wirtschaftliche.

Niklas Schomburg 04.09.2017

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Jan von Schmidt-Phiseldeck 04.09.2017
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