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Meinungen Ulrich Metschies zu höheren Stromkosten
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10:00 07.11.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies kommentiert die steigenden Stromkosten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wenn Strom mal wieder teurer wird, dann gab es dafür in den vergangenen Jahren stets einen Schuldigen: die erneuerbaren Energien. Doch diesmal taugt der Ausbau von Wind- und Sonnenstrom nur eingeschränkt als Sündenbock: Trotz einer weiteren Entlastung bei der EEG-Umlage 2019 wird die Stromrechnung der meisten Verbraucher wieder einmal höher ausfallen als im Jahr zuvor.

Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen schlagen die Kosten für den dringend notwendigen Netzausbau auf die Preise durch - eine Tatsache, die man natürlich einer zunehmend dezentralen und klimafreundlichen Energieversorgung zuschreiben muss. Würde man die Kosten des Netzausbaus jedoch auf alle Stromkunden der Republik gleich verteilen – wie es sich für die Finanzierung einer nationalen Aufgabe gehört –, dann könnten die Preissteigerungen bei uns im Norden deutlich geringer ausfallen.

Doch aufgefressen wird die Senkung der EEG-Umlage vor allem vom Anstieg der Beschaffungspreise für Strom und Gas. An dieser Stelle dürfen wir uns bei Donald Trump bedanken. Mit seiner aggressiven Handelspolitik und den Sanktionen gegen den Iran hat der US-Präsident einen maßgeblichen Anteil daran, dass sich Energierohstoffe in den vergangenen Monaten deutlich verteuert haben. Solange die Nervosität an den Märkten anhält, wird sich dieser Preistrend auch kaum drehen.

Und was sollen wir Verbraucher tun? Sorgsam mit Energie umgehen – und schauen, ob die Zeit nicht doch reif ist für einen Anbieter- oder Tarifwechsel.

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