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Meinungen Ulrich Metschies zum Rücktritt von Hilmar Kopper
Mehr Meinungen Ulrich Metschies zum Rücktritt von Hilmar Kopper
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12:29 12.01.2013
Von Ulrich Metschies

Denn nach einer Serie von Fehleinschätzungen, Fehlentscheidungen, Eigenmächtigkeiten und riskanten öffentlichen Äußerungen hatte der einstige Hoffnungsträger seinen guten Ruf verspielt. Heute dürften die Kopper-Fans in beiden Landesregierungen ohne zu drängeln in einer Telefonzelle Platz finden.

Kopper geht, Mirow kommt: Was bedeutet der Wechsel an der Aufsichtsratsspitze der HSH Nordbank? Atmosphärisch ganz klar einen Gewinn. Der einstige Hamburger Wirtschaftssenator, Bankexperte und Sozialdemokrat Mirow dürfte mit beiden Landesregierungen sehr viel konstruktiver zusammenarbeiten als sein gern nach Gutsherrenart agierender Vorgänger. In der existenzbedrohenden Lage, in der sich das Institut nach wie vor befindet, ist ein gutes Klima zwischen Aufsichtsrat und Hauptanteilseignern auf jeden Fall von Vorteil. Kopper hat einen fatalen Fehler des Vorstandes mitgetragen: die Rückführung der Ländergarantie von zehn auf sieben Milliarden Euro. Diesen Fehler gilt es nun zu korrigieren, und zwar so schnell wie möglich. Mirow könnte der Turbo sein, den die Bank jetzt braucht.

Der Weg aus den roten Zahlen in dreistelliger Millionenhöhe wird mit ihm jedoch nicht einen Deut leichter. Wenn die Schifffahrt, an der die HSH hängt, nicht absehbar aus der Krise kommt, dann geht die einst stolze Bank unter – egal, wer das Ruder in Händen hält.

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