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Meinungen Ulrich Metschies zur Datensicherheit
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09:02 20.04.2018
Von Ulrich Metschies
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Künftig gilt: Die Unternehmen müssen jederzeit lückenlos dokumentieren können, dass sie die von ihnen erfassten Daten auch verarbeiten durften und sie nach strikten Vorgaben vor Missbrauch schützen.

Dies kann selbst für Unternehmen eine Herausforderung sein, die Datenschutz längst schon ernst nehmen. Firmen jedoch, die sich erst jetzt wirklich um das Thema kümmern, haben ein echtes Problem: Binnen weniger Wochen die umfangreichen Transparenz- und Dokumentationspflichten der EU-Datenschutzgrundverordnung zu erfüllen, ist ein Kraftakt, der kaum zu bewältigen ist.

Dennoch kann von „überzogenen“ Anforderungen an die Unternehmen nicht gesprochen werden. Wenn Kammern und Verbände dies trotzdem tun, verkennen sie die rasant gestiegenen Gefahren für die Sicherheit von Daten. Risiken lauern eben nicht nur bei Datenkraken wie Google und Facebook. Auch jedes andere Unternehmen kann zur Sicherheitslücke werden. Ohne einheitliche Regeln und wirksame Sanktionsmöglichkeiten bliebe Datenschutz ein Papiertiger. Dass heißt ja nicht, dass ein Mittelständler Zigtausende zahlen muss, nur weil er versäumt hat, auf seiner Website den Datenschutzbeauftragten zu benennen.

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