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Meinungen Ulrich Metschies zur Erblast
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11:30 07.03.2018
Von Ulrich Metschies
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Und so braucht es auch keine neue Studie, um festzustellen, dass der soziale Aufstieg in diesem Land ein enormer Kraftakt ist. Die aktuelle Untersuchung unter Beteiligung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft ist dank ihrer erfrischenden Desillusionierung dennoch ein wertvoller Diskussionsbeitrag zum Thema soziale Gerechtigkeit. Denn sie macht klar, dass niemand darauf hoffen darf, dass sich soziale Ungleichheit schon irgendwie von allein erledigt, weil der Status von Oma und Opa als Bestimmungsfaktor für den gesellschaftlichen Rang der Enkel nur eine geringe, und für den Status der Urenkel fast keine Bedeutung mehr hat. Denn nicht 30 – wie bislang vermutet –, sondern durchschnittlich 60 Prozent der für den sozialen Status entscheidenden Faktoren werden von einer Generation zur nächsten weitergegeben.

Was die Studie nicht gibt, ist eine Handlungsorientierung für die Politik. Doch dazu muss man kein Wissenschaftler sein: Soziale Herkunft und Bildungschancen dürfen nichts, aber auch gar nichts mehr miteinander zu tun haben. Zu anspruchsvoll? Nein: Eine Selbstverständlichkeit für eines der reichsten Länder der Welt.

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