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Meinungen Ulrich Metschies zur HSH Nordbank
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20:43 05.11.2018
Von Ulrich Metschies
Ulrich Metschies kommentiert die HSH Nordbank. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Lange musste sich das Publikum gedulden: Doch nun kann er endlich beginnen – der Schlussakt zum milliardenteuren Trauerspiel "Ende einer Staatsbank". Nach dem gestern besiegelten Einlenken der privaten Banken im Gezerre um die Einlagensicherung ist der Weg für den Verkauf der HSH-Nordbank so gut wie frei. Aber wie das so ist bei einem Trauerspiel: Freude will da nicht aufkommen. Wie auch? Hamburg und Schleswig-Holstein beenden ihren Ausflug in die Geschäftsbanken-Welt mit einer Schlussrechnung in zweistelliger Milliardenhöhe, die die Haushalte beider Länder viele Jahre massiv belasten wird.

Dennoch ist es gut, dass es beiden Bankengruppen, den öffentlichen und den privaten, gelungen ist, der HSH einen nahtlosen Wechsel des Haftungsverbundes zu ermöglichen. Andernfalls wäre das Thema HSH-Privatisierung an dieser Stelle vom Tisch. Folge: eine Abwicklung des Instituts mit unabsehbaren Folgen für Arbeitsplätze und Steuerzahler.

Auch wenn noch nicht sämtliche der sogenannten Closing-Bedingungen erfüllt sind, deutet alles darauf hin, dass der im Februar vereinbarte Verkauf der Bank an eine Gruppe von US-Finanzinvestoren in wenigen Wochen besiegelt wird. Für die HSH-Mitarbeiter ist die Phase der Unsicherheit damit noch lange nicht zu Ende. Vor allem Kiel wird bluten müssen: Aus dem HSH-Standort an der Förde, der bislang ein ähnliches Gewicht hatte wie die Zentrale in Hamburg, dürfte eine Technik- und Verwaltungsniederlassung mit wenigen Hundert Mitarbeitern werden.

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