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Meinungen Ulrich Metschies zur Rentenreform
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09:01 11.06.2018
Von Ulrich Metschies
Wirtschaftsredakteur der Kieler Nachrichten: Ulrich Metschies. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Wenn kleine Kinder etwas Bedrohliches sehen, nehmen sie gerne die Hand vor die Augen. Und, schwupps, ist die Gefahr verschwunden. Nach Jahrzehnten Rumdoktorei am Rentensystem ist Weggucken offenkundig auch die Strategie der Bundesregierung, wenn es um die langfristige Sicherung der gesetzlichen Altersversorgung geht. Warum muss eine zehnköpfige Expertenkommission die Probleme, die ewig bekannt und durchdiskutiert sind, noch einmal zwei Jahre lang wälzen? In der Hoffnung, dass die Herausforderungen einer alternden Bevölkerung sich von allein entschärfen, wenn man nur lange darüber grübelt?

Nichts gegen die Mitglieder der Rentenkommission. Alle verfügen mit Sicherheit über profundes Fachwissen. Doch wir brauchen nicht noch mehr Wissen, um die umlagefinanzierte Rente vor dem schleichenden Zerfall zu retten, sondern eine Rentenreform, die die Einnahmen und Ausgaben des Systems nachhaltig ausbalanciert. Dazu gibt es keinen Königsweg. Nur ein komplexes Bündel von Maßnahmen, von denen viele schmerzen oder unbequem sind, kann eine Lösung bringen, die langfristig trägt. Beispiel Lebensarbeitszeit: Eine immer ältere Gesellschaft kann es sich nicht leisten, pauschal alle 67-Jährigen in den Ruhestand zu schicken. Ein höheres Renteneintrittsalter sei eine verkappte Rentenkürzung, heißt es. Stimmt. Doch eine steigende Lebenserwartung ist auch eine verkappte Rentenerhöhung.

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