Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Studium & Beruf Neue Ausbildungsordnungen für Metall- und Elektroberufe
Mehr Studium & Beruf Neue Ausbildungsordnungen für Metall- und Elektroberufe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:16 23.07.2018
Für Mechaniker gilt ab August eine neue Ausbildungsordnung. Quelle: Bernd Wüstneck/Symbolbild
Bonn

Die Arbeitswelt wandelt sich - das liegt unter anderem an der fortschreitenden Digitalisierung. Für viele Berufe in der Metall- und Elektrobranche werden daher ab August neue Ausbildungsverordnungen eingeführt, teilt das

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit.

Für elf Metall- und Elektroberufe werden Themen wie Digitalisierung der Arbeit, Datenschutz und Informationssicherheit feste Bestandteile der Ausbildung. Zudem gibt es in Zukunft wählbare Zusatzqualifikationen etwa in den Bereichen Programmierung, IT-Sicherheit oder digitale Vernetzung. Diese werden innerhalb von acht Wochen vermittelt. Azubis können hierzu eine separate Prüfung ablegen und so ihre Jobchancen erhöhen.

Die Rahmenlehrpläne für die Berufsschulen wurden überarbeitet - unter anderem für die Ausbildung zum Mechatroniker sowie zum Werkzeug-, Anlagen-, Industrie-, Konstruktions- und Zerspanungsmechaniker. In den Elektroberufen gab es Änderungen in den Berufen: Elektroniker für Automatisierungstechnik, für Betriebstechnik, für Gebäude- und Infrastruktursysteme, für Geräte und Systeme sowie für Informations- und Systemtechnik.

Für Schneidwerkzeugmechaniker ändert sich nicht nur die Ausbildungsordnung und der Rahmenlehrplan, sondern auch die Bezeichnung des Berufes. Dieser heißt künftig Präzisionswerkzeugmechaniker. In der dreijährigen Ausbildung lernt man etwa Sägeblätter, Bohrwerkzeuge, Messer oder Scheren herzustellen. Die bisherige Ausbildung wurde an technische, wirtschaftliche und organisatorische Veränderungen im Berufsalltag angepasst. So gibt es künftig etwa die beiden Fachrichtungen: Schneid- und Zerspanwerkzeug - dies soll eine spezifische Ausbildung ermöglichen. Zudem wurde die klassische Zwischen- und Gesellenprüfung durch eine gestreckte Abschlussprüfung ersetzt.

Auch für Verfahrenstechnologen Metall tritt eine neue Ausbildungsordnung in Kraft. Kernaufgaben in dem Beruf ist das Überwachen, Steuern und Regeln von Produktionsprozessen sowie das Regeln und Optimieren der Abläufe. Der neue Rahmenlehrplan sieht vor, dass künftig statt einer Zwischen- und Abschlussprüfung eine gestreckte Abschlussprüfung durchgeführt wird. In Zukunft kommen weitere Ausbildungsinhalte wie Kundenorientierung und englische Sprache hinzu. Neben der Digitalisierung war die Neuordnung aufgrund von relevanten Themen wie Leitsysteme, prozessbegleitende Systeme und integrierte Managementsysteme nötig.

Die dreijährige Berufsausbildung wird ab August in vier Fachrichtungen angeboten. Außerdem wird die bisherige Berufsbezeichnung "Verfahrensmechaniker in der Hütten- und Halbzeugindustrie" wird in "Verfahrenstechnologe Metall" umbenannt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Studium & Beruf Bei dienstunfähigen Polizisten - Arbeitgeber muss Alternativen suchen

Ein Beamter kann aus gesundheitlichen Gründen seine Tätigkeit nicht mehr ausüben. Ob er trotzdem im Dienst bleiben kann und welche Pflichten der Dienstherr hat, zeigt ein Urteil am Verwaltungsgericht Trier.

23.07.2018

Sitzen, sitzen, sitzen: Der Alltag im Büro ist aus der Perspektive des Körpers oft eintönig. Damit etwas Bewegung in den Berufsalltag kommt, können Kollegen sogenannte "Walk-and-talk-Meetings" miteinander vereinbaren.

23.07.2018

Ob im Krankenhaus, im Kraftwerk oder bei der Polizei: In vielen Berufen arbeiten Menschen im Schichtdienst. Damit im Betrieb alles reibungslos abläuft, dabei aber auch die Gesundheit der Mitarbeiter nicht auf der Strecke bleibt, gibt es einiges zu beachten.

23.07.2018