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Sportler des Jahres 2015 Zweite Liga als Grand Slam
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07:40 08.02.2016
Von Andreas Geidel
Holstein Kiels Tim Siedschlag beim Spiel gegen FC Hansa Rostock. Quelle: Uwe Paesler

Einen Auf- und einen Abstieg hat der 28-Jährige miterlebt, das legendäre Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund am 7. Februar 2012 wegen einer Knieverletzung verpasst, 287 Pflichtspiele inklusive der Auftritte im A-Junioren- und U23-Team für die Störche bestritten, dabei 40 Treffer erzielt und 45 Tore vorbereitet. Auf Rang drei bei dieser Sportlerwahl platziert zu sein, betrachtet der dienstälteste Holstein-Profi deshalb auch als Anerkennung für seine Vereinstreue.

„Eine tolle Auszeichnung. Das fühlt sich richtig gut an, neben Angie Kerber und den beiden THW-Assen in einem Atemzug genannt zu werden“, sagt Siedschlag, der an der Uni Kiel für die Fächer Sport und Wirtschaftswissenschaften mit Zielrichtung Berufsschulllehrer eingeschrieben ist, und ergänzt: „Dass ich als Fußballer gewählt wurde, ist in Kiel ja auch keine Selbstverständlichkeit. Das macht mich schon stolz.“ Der Hang zum Flachs, der lockere Spruch, auch diese Charaktermerkmale zählen zur Authentizität des Tim Siedschlag, der in dieser Saison vom Flügelspieler zum Strategen des zentralen Mittelfeldes umfunktioniert wurde: „Ich möchte mit Holstein noch einmal in die Zweite Liga aufsteigen. Das wäre mein persönlicher Grand Slam.“ Was wiederum zur Meinung seines Trainers Karsten Neitzel passt. Der sagte mal über ihn: „Wenn ich ,Sido’ wäre und morgens in den Spiegel schauen würde, würde ich mich kneifen, dass ich nicht in der Zweiten Liga spiele.“

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Dominik Klein kommt zum Termin, bestellt einen Tee und macht gleich klar, dass die Wahl zum Kieler Sportler des Jahres 2015 durch die Leser dieser Zeitung für ihn kein kalter Kaffee ist. „Das ist eine große Wertschätzung“, sagt der THW-Linksaußen, der vor Rune Dahmke und Tim Siedschlag gewonnen hat.

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Frank Molter 08.02.2016
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Tamo Schwarz 11.11.2016
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