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Biker demonstrieren für ihre Kutten

Keine Zwischenfälle Biker demonstrieren für ihre Kutten

Mehrere hundert Biker haben sich am Sonnabend an einer Motorrad-Demonstration gegen ein generelles Kuttenverbot beteiligt. Der Konvoi mit teilweise bis zu 300 Maschinen fuhr von Groß Kummerfeld im Kreis Segeberg über Kiel nach Neumünster. Unter den Teilnehmern waren auch Rocker-Clubs.

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Bis zu 300 Biker demonstrierten gegen ein generelles Kuttenverbot.

Quelle: dpa

18:38 Uhr: Endbilanz der Polizei: Nur die hohe Anzahl mangelhafter Bikes trübte das Bild einer recht disziplinierten Demo.  

16:45 Uhr: Alle Motorradfahrer haben sich an das Verbot der Polizei gehalten. Bis um 16:45 Uhr tauchte kein Demo-Teilnehmer in der Innenstadt von Neumünster auf.

16:12 Uhr: Die Biker-Demo löst sich auf. Gruppen, die Richtung Innenstadt aufbrechen, werden von Polizeigruppen begleitet.

16:10 Uhr:   Ein Sprecher der Polizei bittet die Motorradfahrer, in kleinen Gruppen vom Gelände zu fahren. Zugleich spricht er ein Innenstadt-Verbot aus. Keiner Biker darf über den Großflecken fahren.

Autofahrer im Norden müssen sich rund um Kiel auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Der Grund: Ein Segeberger Motorrad-Club hat zur Protestfahrt der Biker-Szene aufgerufen. Rund 260 Teilnehmer sind der Einladung gefolgt. Auch Rocker-Clubs beteiligen sich an der Ausfahrt. KN-online berichtet für Sie live von der Demo.

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16:00 Uhr: Der Präsident des MC Kiowa Groß Kummerfeld bedankt sich bei den Teilnehmern für den reibungslosen Ablauf der Demo. Dankesworte richtet er auch an die Polizei, die die Ausfahrt begleitet hat.

15:58 Uhr: Nach und nach fahren die Biker auf dem Vorplatz der Holstenhallen in Neumünster. Die geschätzte Teillnehmerzahl liegt jetzt nur noch bei 180.

15:40 Uhr: Die Polizei hat vor den Holstenhallen Kontrollstellen errichtet. Dort werden erneut die Motorräder auf Sicherheit und Mängel geprüft. Drei Teilnehmern wird die Weiterfahrt
 untersagt.

15:33 Uhr: Über die Landesstraße 318 rollt der Konvoi nun nach Neumünster. Ziel: Die Holstenhallen. Dort soll, anders als zunächst geplant, die Biker-Demo mit einer Abschlusskundgebung beendet werden. Die Polizei rechnet mit einem Ende um 19.30 Uhr.

15:10 Uhr: Zwischenbilanz der Polizei: Alles ruhig, keine größeren Zwischenfälle, ein kleiner Verkehrsunfall. Detailiertere Informationen von Polizeipressesprecher Lothar Gahrmann im folgenden Video:

15:03 Uhr: Die Kundgebung vor dem Innenministerium ist zu Ende. Die Biker formieren sich zur Weiterfahrt nach Neumünster. Einige Motorradfahrer machen sich auf dem Heimweg. Ein Motorradfahrer wird von der Weiterfahrt ausgeschlossen. Seine Maschine entspricht nicht den Vorschriften.

14:40 Uhr: Rund 340 Demonstranten versammeln sich vor dem Innenministerium. Demnächst soll die Kundgebung starten.

14:30 Uhr: Kutten-Aufmarsch vor dem Kieler Innenministerium.

14:15 Uhr: Die ersten Biker halten vor dem Innenministerium.

14:11 Uhr: Die Korsospitze erreicht den Düsternbrooker Weg in Kiel. Bis auf den kleinen Unfall verlief die Ausfahrt bislang ohne Zwischenfälle.

14:10 Uhr: Höhe Kaistraße warten 30 Biker auf den Korso.

14:00 Uhr: Eine Motorradfahrerin ist auf der B404 kurz vor Kiel mit ihrem Bike gestürtzt. Ihr ist nichts schlimmeres passiert. Sie steht wieder. 

13:50 Uhr: Die Biker haben inzwischen Barkau passiert. Mehr hierzu im folgenden Video:

13:26 Uhr: Der Korso rollt über die B 430. Länge: Mehr als drei Kilometer.

13:18 Uhr: Rund 100 Polizisten begleiten den Konvoi auf der Fahrt von Groß Kummerfeld über Kiel nach Neumünster. Sie gehören der Bereitschaftspolizei Ostholstein an. Auch Motorräder des Verkehrsüberwachungsdienstes der Polizei sind dabei.

13:13 Uhr: Der Konvoi fährt vom Gelände des MC Kiowa ab.

13:08 Uhr: Rund 260 Biker formieren sich zur Abfahrt.

12:50 Uhr: Sieben Maschinen entsprechen nicht den Sicherheitskriterien. An ihnen wurden massive technische Veränderungen vorgenommen. Nach ersten Erkenntnissen gehören die stillgelegten Bikes den Red Devils aus Lübeck. Weitere 26 Maschinen wurden bemängelt. Die Teilnehmer können zwar teilnehmen, müssen aber ihre Maschinen in den nächsten Tagen in einem einwandfreien Zustand zur Nachkontrolle vorführen.

12:35 Uhr: Die Landespolizei wird von Harley-Davidson-Experten aus Tübingen bei den Kontrollen unterstützt. Ziel: Nur verkehrssichere Motorräder sollen bei der Demo mitfahren dürfen.

12:00 Uhr: Etwa 150 Biker haben sich in Groß Kummerfeld versammelt.

11:40 Uhr: Die ersten Biker erreichen Groß Kummerfeld. Darunter sind auch Rocker-Gruppen wie die Red Devils aus Lübeck und die Skymessengers aus Plön und Neummünster.

11:00 Uhr: Die Polizei hat rund um das Gelände des MC Kiowa in Groß Kummerfeld Kontrollstellen eingerichtet.

7:00 Uhr: „Gemeinsam fahren und für unsere Rechte kämpfen“, ist das Motto der Veranstaltung, organisiert vom MC Kiowa aus Groß Kummerfeld. Ziel der Initiatoren ist es, gegen „die Diskriminierung von Bikern“ und gegen ein „generelles Kuttenverbot in Deutschland“ mit einem Konvoi zu protestieren. Treffpunkt ist um 12 Uhr in der kleinen Gemeinde. „Ab 13 Uhr soll sich der Konvoi dann über die Bundesstraße 430 nach Bornhöved, Stolpe und die B404 in Richtung Kiel in Bewegung setzen“, sagt Jürgen Börner vom Landespolizeiamt in Kiel.

In Kiel geht es über den Theodor-Heuss-Platz, Bahnhofstraße, Kai und Wall in den Düsternbrooker Weg. „Vor dem Innenministerium ist eine Kundgebung geplant, bevor der Tross weiter über die Landesstraße 318 nach Neumünster rollen soll“, sagte der Behördensprecher. Anders als zunächst geplant wird die Biker-Demo mit einer Abschlusskundgebung auf dem Vorplatz der Holstenhallen beendet werden. Nach Polizeiangaben soll dies gegen 19.30 Uhr sein. „Wir werden die gesamte Veranstaltung begleiten, gehen aber von einem friedlichen Verlauf aus“, betont Börner. Dennoch sei die Polizei „gut aufgestellt“, gegebenenfalls einschreiten zu können.

Im Vorfeld der Demo hatte es bereits heftigen Wirbel gegeben. Die Behörden fürchten, dass kriminelle Rocker-Organisationen Freizeitfahrer für ihre Zwecke instrumentalisieren könnten. Entsprechend appellierte Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) am Donnerstag noch einmal an die Mitglieder der Freizeit-Motorradgruppen, sich von entsprechenden Vereinigungen zu distanzieren. „Seien Sie auf der Hut und lassen Sie sich nicht für falsche Zwecke missbrauchen“, sagte Breitner. So dürfe nach polizeilichen Erkenntnissen in Schleswig-Holstein das Kürzel „MC“ in der Regel nur mit Billigung der Hells Angels verwendet werden. Diese Gruppen seien allerdings keine harmlosen Motorrad-Clubs, die Spaß an Ausfahrten und dem Schrauben an ihren Maschinen hätten, sondern eine Form der organisierten Kriminalität, betonte der Minister. Zugleich begrüße er aber grundsätzlich die Absicht, Motorradfahrer vom Generalverdacht der Kriminalität zu befreien. „Wer eine Lederkluft trägt und Motorrad fährt, ist natürlich nicht automatisch kriminell.“

Wo es am Sonnabend zeitweise eng werden könnte, zeigen wir Ihnen hier:


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Biker-Demo in Kiel
Innenminister Breitner fordert eine friedliche Motorrad-Demo in Kiel.

Gegen Verbote von Biker-Jacken ist am Sonnabend ein Motorrad-Corso nach Kiel und Neumünster geplant. Erwartet werden 300 Teilnehmer. Innenminister Breitner warnt die Biker davor, sich von kriminellen Rockergruppen vereinnahmen zu lassen.

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