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Hamburg 10000 Menschen gegen rechte Kundgebung
Nachrichten Hamburg 10000 Menschen gegen rechte Kundgebung
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20:22 05.09.2018
Demonstrationsteilnehmer protestieren gegen eine "Merkel muss weg!" Kundgebung, die am Abend in Hamburg stattfinden soll.  Quelle: Markus Scholz/dpa
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Hamburg

Bei den Organisatoren handelt es sich nach Angaben des Hamburger Verfassungsschutzes um Rechtsextremisten, die auch Verbindungen zur AfD unterhalten sollen. Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Chemnitz war die Polizei mit starken Kräften vor Ort.

Die Gegendemonstranten zogen in zwei getrennten Aufzügen durch die Innenstadt in Richtung Gänsemarkt, wo sich laut Polizei am Abend etwa 125 Menschen zur «Merkel muss weg»-Kundgebung einfanden. Unter den Teilnehmern war auch die Nummer zwei der fremdenfeindlichen Pegida aus Dresden, Siegried Daebritz. Als Redner trat Dennis Augustin auf, laut AfD-Homepage Kreisvorsitzender in Südwestmecklenburg. Die Kundgebung wurde von lauten Protestrufen der Gegendemonstranten deutlich übertönt.

Die Polizei hatte den Kundgebungsort mit Gittern abgeriegelt, auch Wasserwerfer und die Reiterstaffel standen bereit. Zu Zwischenfällen kam es zunächst nicht.

Die «Merkel muss weg»-Kundgebung war am Nachmittag bereits Thema in der Hamburgischen Bürgerschaft. In der Aktuellen Stunde verurteilten fast alle Fraktionen den Missbrauch des Todesfalls in Chemnitz, wo ein Mann mutmaßlich von Flüchtlingen erstochen worden war, durch Populisten und Rechtsextreme. Die AfD wies die angeblichen Verbindungen zu Extremisten zurück, relativierte aber die in Hamburg geplante Veranstaltung. «Das ist keine AfD-Demo, sondern eine Veranstaltung freier Bürger», sagte Fraktionschef Alexander Wolf.

Gegendemonstrationen laut, aber friedlich

Anmelder der Gegendemonstrationen waren die Bündnisse «Hamburger Stimmen für Vielfalt» und «Mittwochs gemeinsam gegen rechte Hetze». Der Verfassungsschutz hatte in diesem Zusammenhang auch vor Mobilisierungen gewaltbereiter Linksextremisten gewarnt.

Die Gegenkundgebungen verliefen zunächst laut, aber friedlich. Die Teilnehmer bildeten eine bunte Mischung größtenteils aus offenkundig studentischem und bürgerlichem Lager. Nur vereinzelt waren Anhänger der linksextremen autonomen Szene auszumachen.

Zwischen Februar und April hatte es bereits zehn «Merkel muss weg»-Kundgebungen in Hamburg gegeben - ebenfalls mit geringer Teilnehmerzahl und immer deutlich stärkerem Gegenprotest.

Von dpa

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