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Hamburg Elbtunnel: Probleme mit Rauchabzug
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17:34 06.11.2012
Ein Mitarbeiter der Tunnelzentrale überwacht am im Kontrollraum des Elbtunnels in Hamburg den Verkehr über Monitore. Quelle: dpa
Hamburg

Rund um den Hamburger Elbtunnel müssen sich Autofahrer noch bis ins nächste Jahr auf Engpässe und Behinderungen einstellen. Erst Anfang Februar 2013 — und damit zwei Monate später als geplant — sollen aller Voraussicht nach alle vier Röhren der A7 wieder befahrbar sein, wie die Verkehrsbehörde am Dienstag ankündigte.

Grund für die Verzögerung ist ein Defekt an einem Rauchabzugskanal, einem Kanal aus Stahlblech mit einer Länge von sechs Metern. Bei einem Test, mit dem die Leistungsfähigkeit der Rauchabsaugung überprüft wurde, habe sich ein Abschnitt des Kanals für die dritte Röhre im Betriebsgebäude Süd stark verformt. Daher sei die „erforderliche Dichtigkeit des Abzugskanals“ nicht mehr gegeben.

Jetzt muss nach Darstellung der Behörde nicht nur der Schaden beseitigt werden — auch an den anderen beiden Röhren im südlichen Betriebsgebäude werden Teile der Anlage aus Sicherheitsgründen verstärkt. „Die Arbeiten sind umgehend aufgenommen worden“, hieß es. Ende dieses Jahres soll die Nachrüstung abgeschlossen sein, danach gehen die Funktionstests im südlichen Tunnelbereich weiter. „Die Sicherheit im Elbtunnel hat allerhöchste Priorität“, betonte Staatsrat Andreas Rieckhof. „Da gibt es keine Kompromisse.“

Bereits seit Sonntagmorgen ist die dritte Elbtunnelröhre gesperrt, da dort die Fahrbahn saniert wird. Der Asphalt war mehrfach aufgebrochen, als Ursache wurde Wasser unter der Fahrbahnplatte ausgemacht. Derzeit kann der Verkehr je Richtung nur in einer Röhre - das heißt zwei Fahrstreifen — rollen. Die Arbeiten sollen planmäßig an diesem Sonntag (11. November) um 7.00 Uhr beendet werden.

Durch die Nachrüstung an der Rauchabzugsanlage gebe es keine zusätzlichen Verkehrsbehinderungen, erklärte Sprecherin Susanne Meinecke. Die Arbeiten laufen nachts zwischen 20.00 Uhr und 5.00 Uhr.

Am Montag hatte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), dem „Hamburger Abendblatt“ gesagt, die A7 rund um den Elbtunnel werde für 10 bis 15 Jahre zur Dauerbaustelle. Ein gut vier Kilometer langes Teilstück südlich der Elbquerung und die dortigen Betonträger hätten „ihr Lebenszeitende erreicht“.

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