Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Hamburg Immer mehr Busse fahren in die Ferne
Nachrichten Hamburg Immer mehr Busse fahren in die Ferne
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:20 11.06.2014
Von Paul Wagner
Das Busunternehmen Flixbus steuert ab sofort auch Kiel an. Quelle: hfr
Kiel

Erstmals bietet das zweitgrößte deutsche Fernbusunternehmen eine tägliche Tour von der Ostsee in Richtung Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen an. Damit sind mittlerweile 39 Städte von Kiel aus direkt mit dem Bus zu erreichen.

 Der nach Marktanteilen zweitgrößte deutsche Fernbusanbieter Flixbus nimmt am Donnerstag eine neue tägliche Tour in seinen Fahrplan auf. Ab sofort fahren Reisebusse vom Kieler Zob über Hamburg, Bremen, Mühlheim, Düsseldorf, Bonn, Koblenz und Mainz bis in die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Der Bus startet um 10 Uhr in Kiel und soll seine Endhaltestelle in Wiesbaden knapp 13 Stunden später erreichen. Die günstigsten Fahrpreise beginnen nach Angaben des Unternehmens bei fünf Euro bis Hamburg und 29 Euro bis Wiesbaden – vorausgesetzt, die Touren werden im Internet gebucht. Ähnlich wie bei Fluglinien sind die Preise für Frühbucher allerdings kontingentiert und können daher auch bei maximal 59 Euro für eine Fahrt nach Wiesbaden liegen. Auch für Kurzentschlossene, die ihre Tickets beim Busfahrer kaufen wollen, werde es teurer. Zudem könne dann nicht garantiert werden, dass noch ein Platz frei ist. Noch vor dem offiziellen Start der neuen Verbindung gab es offenbar einen Ansturm auf die Fahrkarten. Erste Touren am kommenden Wochenende sind laut Internetportal bereits ausgebucht.

 Bei der ersten Flixbus-Verbindung von der Förde soll es nicht bleiben. Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt bleibe für das Unternehmen ein interessanter Markt. Nach Angaben von Pressesprecherin Bettina Engert sollen in den kommenden Monaten weitere Verbindungen von und nach Kiel hinzukommen. Die Planungen dafür liefen bereits, seien aus Wettbewerbsgründen jedoch noch geheim. Flixbus-Geschäftsführer André Schwämmlein kündigt an, die Zahl der Verbindungen bundesweit bis Jahresende zu verdoppeln. „Der Fernbusboom ist ungebrochen.“

 Bisher war es vor allem der Branchenprimus Meinfernbus, der Linien von und nach Kiel angeboten hat. Unter anderem gibt es eine nächtliche Verbindung von der Förde über Göttingen, Nürnberg bis nach München und eine tägliche Tour über mehrere Städte im Harz und Thüringen bis nach Franken. Außerdem bietet der Unternehmensverbund Berlinlinienbus, in dem sich die Kieler Autokraft engagiert, direkte Busfahrten über Lübeck, Ratzeburg und Mölln nach Berlin an.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!