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Hamburg Täglich fallen zwei Flüge ab Hamburg aus
Nachrichten Hamburg Täglich fallen zwei Flüge ab Hamburg aus
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10:59 22.11.2018
Am Boden geblieben: Im Hamburg sind einem Bericht zufolge in den vergangenen drei Monaten im Schnitt täglich zwei Flüge ausgefallen. Quelle: Axel Heimken/dpa
Hamburg

In Hamburg wurden in den zurückliegenden drei Monaten im Schnitt gut zwei Abflüge pro Tag gestrichen. Das berichtet das Hamburger Abendblatt am Donnerstag unter Berufung auf das Portal Flightright.de.

Die Gründe dafür sind vielfältig: So seien Fluglotsenstreiks und Gewitter im Sommer oftmals die Ursache für die Ausfälle gewesen. Beides sind Faktoren, auf die die jeweilige Fluggesellschaft keinen Einfluss hat. Manche Betroffene haben aber aber auch den Verdacht, dass der Airline die Auslastung des Fluges zu gering war - und der Abflug deswegen gecanceled wurde. Der Geschäftsführer des Hamburger Fluggastrechteportals EUflight.de, Lars Watermann, sagt: „Selbstverständlich kommt das vor. Es lässt sich nur von Außenstehenden kaum nachweisen.“

Das Blatt zitiert auch den Hamburger Luftfahrtexperten Cord Schellenberg, wonach Starts wegen mangelnder Profitabilität ausfallen. Flüge rund um Feiertage wie Weihnachten und Ostern einzustellen, sei „in der Branche durchaus üblich“. Denn dann fehle der Geschäftsreiseverkehr. 

Lufthansa musste dieses Jahr schon 18.000 Verbindungen streichen

Die Lufthansa verweist bezüglich Streichungen und Verspätungen auf "vermehrte Belastungsfaktoren, die unsere gesamte Branche betreffen“: signifikante Personalengpässe bei Europas Flugsicherungen, Fluglotsen-Streiks im europäischen Ausland und viele Unwetter im Frühsommer. Das Unternehmen musste zwischen Anfang Januar und Ende August bereits rund 18.000 Flüge streichen.

Dem Bericht zufolge haben angesichts der erheblichen Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb in diesem Jahr auch die Ansprüche von Passagieren auf Entschädigungszahlungen deutlich zugenommen. Von Januar bis Ende September betrugen die Aufwendungen für Flugausfälle und Verspätungen in der Lufthansa-Gruppe rund 350 Millionen Euro; darin enthalten sind Kosten für die Unterbringung und Verpflegung sowie Entschädigungen.

Für 2018 rechnet der Konzern mit einem Anstieg dieser Aufwendungen um etwa 250 Millionen Euro gegenüber 2017.

Von RND/pat

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