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Hamburg Frau erstochen: Sohn vor Gericht
Nachrichten Hamburg Frau erstochen: Sohn vor Gericht
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07:47 02.08.2013
Quelle: dpa
Hamburg

Ein Angeklagter, der seine Mutter mit 18 Messerstichen getötet haben soll, will heute vor dem Hamburger Landgericht aussagen. Der 30-Jährige ist wegen Totschlags angeklagt. Der Mann, der unter einer starken Depression leidet, soll das 51 Jahre alte Opfer für seine eigene unerträgliche psychische Situation verantwortlich gemacht haben, heißt es in der Anklage. Mitte Februar soll er seine Mutter in ihrer Wohnung im Stadtteil St. Georg angegriffen und erstochen haben.

   Beim Prozessauftakt am Dienstag sollte der Angeklagte noch keine Angaben machen, weil der psychiatrische Gutachter verhindert war. Die Einschätzung des Sachverständigen könnte sich auf die Strafhöhe auswirken. Der Verteidiger des 30-Jährigen hatte am Rande des Prozesses erklärt, aus dem vorläufigen psychiatrischen Gutachten gehe hervor, dass er bei der Tat nur vermindert steuerungsfähig gewesen sei. Seit dem tödlichen Messerangriff sitzt der Student in Untersuchungshaft.

 Laut Anklage fasste der Mann den Entschluss, seine Mutter zu töten und sich dann selbst umzubringen. An einem Sonntag Mitte Februar habe er in ihrer Wohnung im sechsten Stock im Stadtteil St. Georg gewartet, bis die 51-Jährige am späten Nachmittag nach Hause kam. Er habe sie zur Rede gestellt und ihr einen Abschiedsbrief gezeigt, den er zuvor geschrieben habe, hieß es bei der Staatsanwaltschaft.

 Als sich der Angeklagte bei dem Gespräch nicht ernst genommen und verspottet gefühlt habe, habe er der Frau mit einem Taschenmesser mehrere tiefe Stiche in Oberkörper und Hals versetzt - und sie mit Faustschlägen ins Gesicht niedergestreckt. Das Opfer starb noch am Tatort. Während der blutigen Attacke stand der 30-Jährige einem Gutachten zufolge unter Drogeneinfluss. Er soll demnach fast täglich Marihuana konsumiert haben.

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