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Hamburg Fritz Lau - Heimweh na Möltenort
Nachrichten Hamburg Fritz Lau - Heimweh na Möltenort
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00:00 25.03.2011

Een dorvun is de Kieler Jung Fritz Lau. An 10. Augustmaand 1872 is he in Möltenort op de Welt kaamen - jüstemang ant Ufer vun de Kieler Föörd. Sien Vadder weer Fischer un dor twüschen de Fischerkaaten is he ook groot wurrn. In de Familie Lau würr man blots plattdüütsch snackt, so as överall bi de Kaatenlüüd. Weer dat düster, denn seeten se tohuus bi de Petroleumfunzel - un mankmol ook inn Düüstern. Denn hett siene Modder Geschichten vertellt. So seh dat ut in Fritz Laus „Jungsparadies“ - in sien Kinnerland. Düt Paradies weer mit de Kunfirmaschoon to Enn - mit 17 warrd he Postgehilfe int Postamt vun Friedrichsort. Vun den Posten güng dat denn na Lübeck, Wrist, Kellenhsusen, Itzehoe un Marne. In Itzehoe liert he siene Fru Marie-Luise Langmaack kennen. 1895, as de Kaiser-Wilhelm-Konol inweiht warrd, hebbt de beiden heiraadt.

Un nu kümmt dat ganz leeg för Fritz Lau: He warrd na Süddüütschland versett - int Rheinland. Dat maakt em böös to schaffen. So wiet wech vunt Water. Ook wenn dor sien eerstet Kind op de Welt kümmt - de 23 jährige Fritz Lau hett Heimweh. Bin Deenst opn Bohnhoff fallt em een Toog ut Husum op: „Nu weern dat keen Ossen mehr dar in Wagen, nu weern dat Sleswig-Holsteener, weern dat mien Landslüüd!” schrifft he in sien Book „So fung ik an“. In düsse Nacht hett he sien eerstes Gedicht schreeven: „Verlaten“. Dat warrd sogar afdruckt un he kriggt een Daler dorför! As Lau vör Heimweh krank warrd, schrifft sien Fru an Kaiser Willem II mit de Bitte üm Versetten. Un dat klappt - he kümmt 1898 toeerst na Hamborg un denn na Glücksstadt, wo he denn ook een Leven lang blifft. In sien „Kajüt“ - so nöömt he dat Arbeitszimmer - mit Blick op den Haben, füng he denn mit dat Schrieven vun Geschichten an. De eersten Vertellen stünnen bi uns int Blatt binn - in de Kieler Neueste Nachrichten. 1909 kümmt dat Book „Katenlüüd“ rut. Ümmer mehr Geschichten kaamt so tosamen - söben Böker hett he blangen sien Deenst schreeven. Tomeist in de Nacht - denn bi een 54-Stünnen-Week bleev nich mehr nuch Tiet över. He sölben hett in een Breef schreeven: „Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht schreibe.“

Liekers warrd em dat toveel un he geiht 1923 mit 51 Johrn in Penschoon. Na den eersten Roman „Elsbe“ kümmt de tweete rut: „Drees Dreesen“: Sien „bestes und stärkstes“ Book, as he in een Breef schrifft. Blots de Kritiker, de seht dat anners un hollt nich achtern Barg mit ehre Meen: „ . . . er ist und bleibt der gemütvolle, schalkhafte und nicht minder ernst gestimmte Maler lebenswahrer Kleinbilder. Hinreißende Wucht großzügiger Darstellung, die Gabe sicherer Linienführung in weitsichtigen Zusammenhängen, wie sie ein fesselnder Roman erfordert, sind dem sinnigen Beobachter nicht gegeben“, schrifft Dr. Klaus Witt 1938 in de Kieler Norichten. Dat weer to Laus 60. Geburtsdag. Den grooten Roman, de groote schriftstellerische Leistung, de truut se em nich to. Dor gifft dat nich blots een Zeitungsartikel över. Op de anner Siet warrd aver ook sien besünneres Talent rutstellt: „Fritz Laus Sprache ist urwüchsig und erdgewachsen, ein klassischeres Plattdeutsch sogar, als wir es in manchen Gedichten Klaus Groths finden“, schrifft Dr. Klaus Witt in den8sölbigen Artikel. Apropos Klaus Groth - de weer oftins bi de Familie Lau in de lütte Fischerkaat to Besöök un hett sik vun Laus Modder op Platt Geschichten vertellen laaten. Dor weer Fritz Lau noch een ganz lütten Buttjer.

Lau is sien eegen Wech gahn. „Der Meister der plattdeutschen Skizze“ würr he nöömt. He hett de Lüüd opt Muul keeken - kann man seggen. He hett sik hinsett un tohöört, hett nipp un nau spekuleert, wat de to snacken harrn. „Er hat sie nicht studiert, diese Menschen; er kennt sie, weil er selbst von ihrer Art ist und von früherster Kindheit an mit ihnen unbefangen . . . und mit unbezwingbarem Humor verkehrt hat“, schrifft Hermann Quistorff to Laus 80. Geburtsdag in de Kieler Narichten. Bit int hoge Öller blifft he fidel. Noch mit 85 Johrn hett he in een Breef an den KN-Schrieversmann Hans Hinnerk schreeven: „Meine Schreibtischlampe brennt gewöhnlich noch um Mitternacht; ich liebe die verlängerten Nachmittage; das war schon immer so.“ 94 Johr is de Kieler Jung wurrn: „Ein Meister der Stille“, hett sien Fründ Gorch Fock mol över em seggt.

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