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Gewitterfront fegte über den Norden

Zahlreiche Feuerwehr-Einsätze Gewitterfront fegte über den Norden

Kurz aber heftig: Eine Gewitterfront ist über Schleswig-Holstein hinweggezogen - zahlreiche Bäume wurden entwurzelt. In der Kieler Förde rissen sogar Leinen eines angelegten Kreuzfahrtschiffes. In Gettorf musste ein Fußballturnier mit rund 1300 Spielern, Trainern und Familienangehörigen abgebrochen werden.

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Das kurze, aber heftige Gewitter mit Sturmböen hat stellenweise erheblichen Schaden angerichtet und den Straßenverkehr gestört. Wie hier etwa auf der Bundesstraße 76 zwischen Eckernförde und Schleswig. Die Gübyer Feuerwehr räumte eine zehn Meter lange Erle von der Fahrbahn.

Quelle: ure

Elmshorn/Kiel.  Eine Gewitterfront mit Sturmböen hat den Feuerwehren in Schleswig-Holstein am Samstagnachmittag zahlreiche Einsätze beschert. Allein in den Kreisen Dithmarschen, Steinburg, Segeberg und Pinneberg zählte die Regionalleitstelle in Elmshorn innerhalb kürzester Zeit rund 100 wetterbedingte Einsätze. Auch in Hamburg rückte die Feuerwehr zu mehr als 100 Einsätzen nach dem Gewitter aus. Menschen kamen nach ersten Erkenntnissen bei dem Unwetter nicht zu Schaden.

   Zumeist handelte es sich um umgestürzte Bäume, wie ein Sprecher der Leitstelle in Elmshorn sagte. So seien Bäume auch auf die Bundesstraße 4 bei Quickborn (Kreis Pinneberg), auf die B 76 zwischen Eckernförde und Schleswig und die B 430 bei Schmalensee (Kreis Segeberg) gestürzt und mussten geräumt werden. In Norderstedt fiel eine Ampel auf ein Auto.

   Auch die Kieler Regionalleitstelle Mitte registrierte rund zwei Dutzend wetterbedingte Einsätze. Am Kieler Ostseekai riss sich nach Angaben eines Sprechers das rund 290 Meter lange Kreuzfahrtschiff MSC «Poesia» vom Kai los und trieb auf die Förde. Mehrere Leinen am Vorschiff seien auf einmal gerissen, berichtete der Sprecher. Die "Poesia" hatte glücklicherweise während der Liegezeit einen Teil ihrer Maschinen einsatzbereit. So konnte die Besatzung noch während der Sturmfront sofort reagieren und das Schiff mit der Kraft der eigenen Schrauben und Querstrahlruder abfangen und wieder zurück an die Pier manövrieren. Schäden sind am dem 2008 in Dienst gestellten Schiff nicht entstanden. Die Untersuchung der gebrochenen Leinen durch die Wasserschutzpolizei ergab keine Mängel.

Auch mehrere kleine Boote hatten sich losgerissen. Auf dem Lanker See im Kreis Plön kenterte ein Segelboot. Die vierköpfige Besatzung wurde von einem anderen Boot aufgenommen und an Land gebracht.

F-Jugend-Supercup in Gettorf

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In Gettorf musste der F-Jugend-Supercup, eines der größten Kinder-Fußballturniere in Schleswig-Holstein, abgebrochen werden. "Es liefen gerade die Endrunden-Partien, als plötzlich das Gewitter aufzog", sagte Hauptorganisator Thomas Gude. "Die Kinder sind dann schnell ins Vereinsheim geflüchtet." Gute Aussichten auf den Turniersieg hatten der Kieler MTV, PSV Neumünster, TSV Russee und die SG Eckernförde/Barkelsby. "Wir werden uns etwas für die Teams überlegen", versprach Gude. Der Pokal wandert aber erst mal wieder in die Vitrine.

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KN-online (Kieler Nachrichten)